Der Krieg im Kaukasus eskaliert

  • Samstag, 9. August 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Samstag, 9. August 2008, 18:00 Uhr, DRS 1
  • Wiederholung:
    • Samstag, 9. August 2008, 19:00 Uhr, DRS 2 und DRS Musikwelle

Der Krieg im Kaukasus eskaliert, bislang sollen mehr als 1500 Menschen getötet worden sein, Zehntausende befinden sich auf der Flucht - und die Welt schaut zu.

Weitere Themen:

Ein Richter spricht amerikanischen Blackfeet-Indianern eine Genugtuungssumme von 445 Millioen Dollar zu.

Vor zehn Jahren wurde der Bankenvergleich zwischen UBS/CS und den jüdischen Klägern geschlossen.

In Locarno feiert heute der Film «Nordwand» über eine tödlich ausgehende Besteigung des Eigers Premiere.

Beiträge

  • Blutiger Krieg im Kaukasus

    Der militärische Konflikt im Südkaukasus weitet sich aus. Nun kämpfen georgische Truppen sowohl in Südossetien als auch in Abchasien gegen abtrünnige Regionen, die von Russland unterstützt werden.

    Während die Kämpfe in Südossetien unvermindert weitergingen starteten in Abchasien Truppen des selbsternannten Führers Sergej Bagapsch nach eigenen Angaben eine Offensive gegen georgische Soldaten. Derweil bombardierte die russische Luftwaffe laut georgischen Angaben Ziele in Georgien. Ein Ende der Gewalt ist trotz internationaler Appelle nicht in Sicht. Zu den Opferzahlen liegen keine unabhängigen Informationen vor. Möglicherweise sind bei den Kämpfen aber mehr als 1500 Menschen getötet worden, mehrere Zehntausend sollen sich auf der Flucht befinden.

  • Konflikt ist auch ethnisch geprägt

    Im Rahmen der Kriegspropaganda werfen sich Russland und Georgien gegenseitig vor, ethnische Säuberung zu betreiben, also Mitglieder von Volksgruppen zu vertreiben.

    Die Frage an Uwe Halbach, Kaukasus-Experte bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin: Inwiefern ist der Konflikt um Südossetien ein ethnischer Konflikt?

    Hans Ineichen

  • 445 Millionen Dollar für Indianer

    In den USA erhalten indianische Landbesitzer eine Millionen-Entschädigung in einer Sammelklage gegen den Staat. Sie sind trotzdem enttäuscht.

    Dabei geht es um die Blackfeet-Indianer im US-Bundesstaat Montana. Sie hatten vor zwölf Jahren eine Sammelklage gegen die US-Regierung eigereicht. In einem ersten Urteil 1999 erhielten sie grundsätzlich recht. Nun hat ein Richter in Washington das Urteil gefällt. Auf 445 Millionen Dollar setzte er die Entschädigung fest. Die über 200 000 indianischen Landbesitzer hatten mehr erwartet.

    Thomas Accola

  • Bankenvergleich verhinderte Aufarbeitung

    Vor ziemlich genau zehn Jahren, am 12. August 1998, haben die beiden Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse einen Vergleich mit jüdischen Organisationen und Sammelklägern abgeschlossen.

    Für 1,25 Milliarden Dollar, umgerechnet damals knapp 2 Milliarden Franken, legten die beiden Grossbanken den Streit rund um das Verhalten von Banken,  Wirtschaft, Bund und Nationalbank im zweiten Weltkrieg bei. Dieser Grossbankenvergleich hat zwar die Diskussionen um die Weltkriegsvergangenheit der Schweiz beendet, eine gründliche politische Aufarbeitung der Geschichte aber verhindert.

    Rainer Borer

  • «Nordwand» auf der Piazza Grande

    Am Filmfestival Locarno wird u.a. auch der Film «Nordwand» gezeigt. Ein Bergdrama, das unter die Haut geht.

    In dem Streifen geht es um vier junge Männer, die im Schneesturm in der Eiger-Nordwand ihrem Tod entgegen klettern. In Locarno wird die  Schweizerisch-Deutsche Koproduktion uraufgeführt.

    Michael Sennhauser

Moderation: Hansi Ineichen, Redaktion: Urs Bruderer