Einsatz in Somalia ist beschlossen

  • Sonntag, 21. Dezember 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 21. Dezember 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 21. Dezember 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Der Bundesrat will eigene Soldaten vor die Küste Somalias schicken, um Schweizer Frachtschiffe vor Piraten zu schützen. Die Politik reagiert vorsichtig bis ablehnend.

Weitere Themen:

Experten fordern einen Stopp von Konjunkturprognosen.

In Griechenland schwinden die Hoffnungen auf ruhige Weihnachtstage.

Ab Neujahr müssen Freier in Norwegen mit bis zu sechs Monaten Gefängnis rechnen.

Beiträge

  • Kontroverse um Somalia-Einsatz

    Der Entscheid des Bundesrats, Soldaten zum Schutz von Schweizer Schiffen vor Piraten nach Somalia zu schicken, hat eine Kontroverse ausgelöst. Die Reaktionen waren vorsichtig bis ablehnend.

    Bundespräsident Pascal Couchepin überraschte am Sonntag mit der Aussage, der Einsatz vor der Küste Somalias sei im Grundsatz bereits beschlossen. Allerdings gebe es noch keinen formalen Entscheid, aber «die Haltung ist klar», sagte Couchepin in einem Interview mit der «Sonntagszeitung».

    Noch nicht abschliessend behandelt

    Am vergangenen Freitag hatte Bundesratssprecher Oswald Sigg noch gesagt, die Regierung habe das Thema eines Armee-Einsatzes vor Somalia noch nicht abschliessend behandelt und sei noch zu keinem Schluss gekommen. Es müssten nun vertiefte Abklärungen getroffen werden.

    Peter Maurer

  • Prognose-Stopp gefordert

    Die Finanzkrise bringt immer düstere Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung im nächsten Jahr. Doch diese Vorhersagen sind mit Vorsicht zu geniessen.

    Denn in turbulenten Zeiten, versagen die klassischen Prognose-Modelle. Jetzt wird der Ruf nach einem Prognose-Stopp laut.

    Rainer Borer

  • Neue Ausschreitungen in Athen

    In Griechenland schwindet die Hoffnung auf ein ruhiges Weihnachtsfest. Nach einer kurzen Pause ist es wieder zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen.

    Nach einer Gedenkveranstaltung in Athen für den 15-Jährigen, dessen Tod die Ausschreitungen ausgelöst hatte, griffen Demonstranten am Samstagabend Sicherheitskräfte mit Brandsätzen und Steinen an. Auch der grosse Weihnachtsbaum auf dem Syntagma-Platz im Zentrum der Stadt wurde Opfer des Zorns.

    Regierung und Polizei hatten gehofft, dass die seit zwei Wochen andauernden teils gewaltsamen Proteste an den Weihnachtsfeiertagen abebben. Auslöser war der Tod des 15-Jährigen bei einem Polizeieinsatz am 6. Dezember.

    Hans Ineichen

  • Gefängnis für Freier in Norwegen

    In Norwegen wird die Nutzung sexueller Dienstleistungen ab Neujahr unter Strafe gestellt. Freier müssen mit bis zu sechs Monaten Gefängnis rechnen.

    Skandinavien geht im Kampf gegen den Menschenhandel in der Prostitution ganz eigene Wege. Schweden zum Beispiel hat schon vor zehn Jahren die Nutzung sexueller Dienstleistungen verboten. Und jetzt zieht Norwegen nach, und geht sogar noch weiter.

    Bruno Kaufmann aus Oslo

  • Gleichberechtigung vor 235 Millionen Jahren

    Bei den Dinosauriern kümmerten sich die Väter um den Nachwuchs. Sie brüteten die Eier aus, wie Forscher der Monata State University in den USA herausgefunden haben.

    Grund seien die Sachzwänge. Weil das Legen der überproportional grossen Eier bei den Dinosauriern - wie etwa bei Straussen und Kiwis - so lange dauerte, sprangen die Männchen ein, um die entkräfteten Weibchen beim Ausbrüten zu entlasten.

    Rüdiger Paulert

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Monika Oettli