EU will mehr Kontrolle

  • Freitag, 7. November 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 7. November 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Freitag, 7. November 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die EU-Regierungen wollen am Weltfinanzgipfel von nächster Woche in Washington strengere Kontrollen verlangen.

Weitere Themen:

In den USA stieg die Erwerbslosenquote auf 6,5 Prozent, so hoch war sie letztmals 1994.

In der Schweiz waren Ende Oktober 100 471 Menschen ohne Erwerb.

Im Osten Kongos rücken die Rebellen unter Laurant N-Kunda mordend vor.

Beiträge

  • EU spricht mit einer Stimme

    Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich auf eine gemeinsame Position beim Welt-Finanzgipfel von nächster Woche in den USA geeinigt.

    Die EU werde am Finanz-Gipfel in Washington eine stärkere Transparenz verlangen, erklärte EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy nach dem Vorbereitungs-Treffen. Finanz-Institute, Hedge Fonds und Rating-Agenturen müssten zudem besser überwacht werden. Sarkozy erwähnte auch die Bekämpfung von Steuer-Oasen.

    Die EU-Mitglieder demonstrieren damit Einigkeit und hoffen, bei den Verhandlungen von nächster Woche, ihre Ideen besser druchbringen zu können.

    Thomas Oberer

  • Umstrittene freie Schulwahl

    Die Stimmberechtigten von Baselland entscheiden Ende November an der Urne, ob künftig der Staat auch Privatschulen finanzieren soll.

    Damit ist Baselland der erste Kanton, der über die freie Schulwahl bestimmt.

    Der Abstimmungskampf in Baselland wird auch von den Rudolf Steiner-Schulen besonders intensiv verfolgt. Die Abstimmung hat unmittelbare Konsequenzen für sie

    Beat Giger

  • Deutschland behält Erbschaftssteuer

    Die Spitzen der grossen Koalition in Deutschland haben sich auf eine Reform der Erbschaftsteuer verständigt. Das lange Ringen habe sich gelohnt, lautet der Tenor.

    Wohneigentum soll komplett von der Erbschaftsteuer befreit werden, wenn der Ehepartner oder Kinder weiter in der Immobilie wohnen. Daneben gibt es weitere Freibeträge. Volker Kauder von der CDU sagte: «Dies ist eine sehr gute Lösung und eine enorme Stärkung der Familienbetriebe.»

    Die CDU wollte ursprünglich die Erbschaftssteuer ganz abschaffen. Die SPD hingegen argumentierte, das sei sozial nicht vertretbar und viele Länder seien dringend auf diese Steuer-Einnahmen angewiesen.

    Ursula Hürzeler

  • Neue Massaker in Kongo

    Aus dem Osten Kongos werden Gräueltaten an Zivilisten gemeldet. Truppen des Rebellengenerals Laurent Nkunda sollen in der Stadt Kiwanja 60 jungen Männern massakriert haben.

    Der britische Sender BBC berichtete, die Rebellen hätten Kiwanja zurückerobert. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen hätten Dutzende Leichen von jungen Männern gefunden.

    Am Freitag wurden neue Gefechte nördlich der Provinzhauptstadt Goma gemeldet. Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Nkundas Rebellen haben Tausende Menschen aus den Flüchtlingslagern vertrieben.

    Die UNO und Hilfsorganisationen berichten von Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten. Rebellen trennen Kinder und Jugendliche gewaltsam von ihren Eltern, verschleppen sie und setzen sie als Soldaten im Krieg gegen die Regierungs-Truppen ein. Knaben unter zehn Jahren werden als Arbeiter eingesetzt, Mächden zu Hausarbeit und sexuellen Handlungen gezwungen.

    Ruedi Küng

  • Bavaud: Wirrkopf oder Visionär?

    Bundespräsident Pascal Couchepin gedachte Maurice Bavauds, jenes Schweizers, der vor genau 70 Jahren in München Adolf Hitler erschiessen wollte.

    Bavaud liess seine Waffe in der Tasche, weil er seine Chancenlosigkeit erkannte. Die Gestapo fasste Maurice Bavaud bei der Ausreise. Er wurde zum Tode veruteilt und drei Jahre später geköpft.

    Der Pazifist Bavaud war kein kaltblütiger Attentäter, eher ein Wirrkopf. Umso unverständlich das Verhalten der offiziellen Schweiz vor 70 Jahren. Sie unternahm nichts, um Bavaud vor der Hinrichtung durch die Nazis zu schützen.

    Urs Bruderer

  • Schulterschluss von Patrons

    Der Schweizerische Arbeitgeber-Verband war vor 100 Jahren ein Schutzverband von Patrons gegen kämpferische Arbeiter und auftrumpfende Gewerkschaften.

    Erst das Friedensabkommen in der Metallindustrie 1937 abgeschlossen war, weichten die verhärteten Fronten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern auf. Seither sprechen beide Parteien lieber von Sozialpartnerschaft, als von Arbeitskampf.

    Barbara Widmer

  • Liebe zu Kriegszeiten

    Auch im Zweiten Weltkrieg gab es nicht nur Bomben und KZs sondern auch Liebesgefühle: Amor überlebt selbst in dunklen Zeiten. Mitten im Krieg gab es Verliebte.

    Davon zeugt eine Ausstellung in den Niederlanden. Die Ausstellung im niederländischen Befreiungsmuseum ist dem Thema «Liebe zu Kriegszeiten» gewidmet. Porträtiert wird dort unter anderen auch eine Sinti-Frau, die im Konzentrationslager Auschwitz ihre erste grosse Liebe traf.

    Elsbeth Gugger

Moderation: Simone Fatzer