Freispruch im Fall Vekselberg

  • Donnerstag, 23. September 2010, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 23. September 2010, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 23. September 2010, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Das Urteil des Bundesstrafgerichts bedeutet für das Eidgenössische Finanzdepartment eine Totalniederlage mit weitreichenden Folgen.

Weitere Themen:


Schwerer Schlag gegen die kolumbianische Farc-Guerilla. Der gefürchtete Militärchef der FARC ist getötet worden.

Die Rentenreform in Frankreich sorgt für Streik und Sorgenfalten bei der 57-jährigen Beatrice Saulnier.

Beiträge

  • Bundesstrafgericht gibt Vekselberg recht

    Der russische Oligarch Viktor Vekselberg hat vor dem Bundesstrafgericht Recht erhalten: Er und zwei österreichische Finanzinvestoren haben die Meldepflicht nicht verletzt, als sie mit einem bedeutenden Aktienpaket der Schweizer Industriefirma OC Oerlikon handelten.

    Mit dem Freispruch müssen Vekselberg und die zwei anderen Hauptbeschuldigten die insgesamt 120 Millionen Busse nun nicht bezahlen, doch das ist beinahe ein unbedeutender Nebenaspekt. Sehr viel wichtiger ist, dass das Eidgenössische Finanzdepartment damit vor einem Scherbenhaufen steht.

    Alexander Grass

  • Das Urteil Vekselberg und die Folgen

    Der Fall Vekselberg hätte Signalwirkung haben sollen. Aber nun hat das Bundesstrafgericht den russischen Oligarchen vom Vorwurf der Verstösse gegen das Börsengesetz auf der ganzen Linie freigesprochen.

    Es gebe keinen Beweis für eine meldepflichtige Gruppe, die Indizien seien ohne jeglichen Bezug zum Tatvorwurf. Hat das Finanzdepartement als Anklägerin mangelhaft gearbeitet? Und was sind die Folgen des Urteils?

    Simone Fatzer im Gespräch mit Wirtschaftsredaktor Thomas Oberer

  • Französische Rentenreform trifft Frauen hart

    Wieder hat ein Streik weite Teile Frankreichs lahmgelegt. Mehr als eine Million Menschen demonstrierten in verschiedenen Städten gegen die geplante Rentenreform. Sie sieht vor, dass das Rentenalter hinaufgesetzt wird. Wer durchgehend gearbeitet hat, kann künftig mit 62 in Pension gehen.

    Wer aber Beitragslücken aufweist, muss bis 67 warten. Und das trifft vor allem Frauen, die Kinder grossgezogen haben. Beatrice Saulnier, ehemalige Verwaltungsangestellte und vierfache Mutter ist so eine Frau.

    Ruedi Mäder

  • Joseph Deiss legt sich für starke Uno ins Zeug

    Nach dem Millenniumsgipfel von Anfang Woche hat heute die jährliche Generaldebatte im Uno-Hauptgebäude in New York begonnen. Den Takt gab dort der Präsident der UNO Generalversammlung, Joseph Deiss, an: Er wählte für die Debatte das schwierige Thema «Global governance».

    Dabei geht es darum, wer denn eigentlich zuständig ist für die Probleme dieser Welt: für Armut etwa, für Umwelt oder Wirtschaft. Deiss machte bei der Eröffnung klar, dass dafür nur die Uno in Frage kommt, und nicht die G8 und auch nicht die G20. Allerdings eine gestärkte, reformierte Uno.

    Fredy Gsteiger

  • Frauen: Wirtschaft tickt anders als Politik

    Eine Frauenmehrheit im Bundesrat: Für viele Beobachter und Beobachterinnen, gerade auch im Ausland, roch das nach einer Sensation. Hierzulande fiel die Reaktion eher gelassen aus: dabei ist diese Machtverschiebung überhaupt nicht selbstverständlich. Das zeigt schon der Blick in die Wirtschaft.

    Dort verdienen Frauen nach wie vor deutlich weniger als ihre Kollegen, und in den Chefetagen sucht man Frauen oft vergebens. Wieso eigentlich? Die Frage geht an Gertrud Höhler. Die Professorin hat sich als Polit- und Wirtschaftsberaterin einen Namen gemacht und ist Verwaltungsrätin bei Georg Fischer und den Basler Versicherungen.

    Ursula Hürzeler

  • Chavez im Gegenwind

    In Venezuela entscheidet sich bei den Parlamentswahlen am Sonntag, ob Präsident Hugo Chavez weiterhin frei schalten und walten kann auf seinem sozialistischen Kurs.

    Sicher ist, dass er im Gegenwind steht, denn dieses Mal ist die geeinte bürgerliche Opposition mit von der Partie; vor vier Jahren hatte sie die Parlamentswahlen noch boykottiert. Und sie darf sich dieses Mal durchaus Hoffnungen machen, denn um den «Sozialismus des 21. Jahrhunderts», den Hugo Chavez seit Jahren grossmundig propagiert, steht es schlecht.

    Ulrich Achermann

  • Grassierende Armut in den USA

    Offiziell ist in den USA die Rezession seit einem Jahr vorbei. Ganz langsam erholt sich die Wirtschaft. Doch viele Menschen merken davon noch wenig. Die Arbeitslosenquote liegt bei fast zehn Prozent.

    Und: Jede und jeder siebte lebt in den USA mittlerweile unter der Armutsgrenze, so viele wie seit fast zwanzig Jahren nie mehr.

    Max Akermann

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Roman Fillinger