Madoff zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt

  • Montag, 29. Juni 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 29. Juni 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 29. Juni 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Es ist der grösste und einer der spekulärsten Betrugsfälle der Finanzwelt - und Bernard Madoff spielte die Hauptrolle. Nun wurde der Finanzbetrüger von einem New Yorker Gericht zur Höchststrafe verurteilt.

Weitere Themen:

In Argentinien hat die Partei von Präsidentin Christina Kirchner bei den Parlamentswahlen eine empfindliche Niederlage hinnehmen müssen.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel soll künftig eine wichtigere Rolle bei der Neuordnung der Finanzmärkte spielen.

Echo-Dossier: Was sind Think Tanks? Was können Sie leisten? Ein Gespräch mit dem früheren Vorsitzenden der International Crisis Group, dem Australier Gareth Evans.

Beiträge

  • Höchststrafe für Finanzbetrüger Madoff

    Der New Yorker Finanzberater und Investor Bernard Madoff ist zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein New Yorker Gericht verhängte die Höchststrafe gegen den 71-Jährigen.

    Madoff hatte über Jahrzehnte ein weltumspannendes Schneeballsystem aufgebaut. Durch die Finanzkrise fiel dieses wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Seine Kunden verloren mehrere Milliarden Dollar - die Schätzungen reichen von 13 bis 65 Milliarden.

    Peter Voegeli

  • Worum ging es beim Staatsstreich in Honduras?

    In Honduras hat das Oberste Gericht nach eigenen Angaben die Entmachtung des Präsidenten angeordnet, um diesen daran zu hindern, sich mit einer Verfassungsänderung eine zweite Amtszeit zu sichern.

    Der Journalist und Zentralamerika-Experte Toni Keppeler meint jedoch, die Diskussion um die Verfassungsänderung in Honduras verfehle das wirkliche Problem. In Wirklichkeit gehe es bei dem Streit in Hoduras um etwas ganz anderes.

    Casper Selg

  • Kommentar: Das Ende der Ära Kirchner

    Argentinien hat gewählt und dabei dem erfolgsverwöhnten Präsidentenpaar Kirchner eine bittere Niederlage zugefügt.

    Die Hoffnungen der Kirchners, dass ihre Dynastie noch lange andauern werde, ist damit gestorben. Definitiv, meint Südamerika-Korrespondent Ulrich Achermann in einem Kommentar über Ursache und Wirkung des Ergebnisses.

    Ulrich Achermann

  • Mehr Einfluss für die «Bank der Zentralbanken»

    Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich war bisher ein eher diskretes Gremium. Im Turm beim Bahnhof Basel treffen sich die wichtigsten Zentralbankiers der Welt regelmässig zu Grundsatzdebatten.

    Doch nun steht die Neuregulierung der internationalen Finanzmärkte an, bei welcher dieser «Bank der Zentralbanken» eine stärkere Führungsrolle zukommen soll - so wollen es die G-20-Länder.

    Am Jahrestreffen der BIZ forderte deren neuer Chef Jaime Caruana eingreifende Reformen der Banken und der Bankenaufsicht.

    Susanne Giger

  • Neue Branchenorganisation für den Milchmarkt

    In der Schweiz wird soviel Milch produziert wie lange nicht, gleichzeitig verdienen die Bauern immer weniger. Seit Anfang Jahr ist der Milchpreis um mehr als 20 Rappen gesunken. Ein Grund ist das Ende der Milchkontingente.

    Seit sich der Bund aus der Mengenplanung verabschiedet hat, regiert in der Schweiz der freie Markt. Nur: Milchverarbeiter und Bauern wollen diese neue Freiheit gar nicht - und haben deshalb nun eine Branchenorganisation Milch gegründet. Diese soll den Markt in Aufruhr wieder in Ruhe versetzen.

    Philippe Erath

  • Wieviel Aufsicht braucht die Sterbehilfe?

    Beihilfe zu einer individuellen Selbsttötung ist in der Schweiz legal. Doch was Sterbehilfe-Organisationen tun - einer unbestimmten Zahl von Sterbewilligen beim Sterben behilflich sein - ist höchst umstritten.

    Umstritten ist es nicht zuletzt deshalb, weil Sterbehilfeorganisationen unbeaufsichtigt agieren. Erst nach vollzogener Selbsttötung schalten sich die Behörden ein. Die Zürcher Regierung will in Zukunft aktiver werden und ist im Begriff, mit der Sterbehilfe Organisation Exit einen Vertrag auszuarbeiten.

    Darin sollen Details geregelt sein wie: Wem darf beim Sterben geholfen werden? Wieviel Entschädigung darf der Sterbebegleiter entgegennehmen? Darf der Staat solche Verträge unterschreiben? Das meinen zwei Ethiker dazu.

    Oliver Washington

  • Was leisten Think Tanks?

    Von Think Tanks ist häufig die Rede, wenn das grosse Rad gedreht wird - wenn es um politische Strategien geht oder um die Lösung politischer Konflikte. Was selten besprochen wird, ist die Frage, was diese Denkfabriken eigentlich tun und wem sie nützen.

    Der frühere Aussenminister Australiens, Gareth Evans, leitete beinahe zehn Jahre lang die «International Crisis Group». Unter Evans ist die Organisation mit Sitz in Brüssel und mit Aussenbüros in 30 Ländern zur führenden internationalen Denkfabrik für Konfliktsituationen geworden.

    Manche meinen, die Crisis Group tue das, was Aussenministerien und internationale Organisationen versäumten: konkrete Lösungen für Konflikte vorschlagen.

    Fredy Gsteiger

Moderation: Casper Selg, Redaktion: Isabelle Jacobi