Suleiman ist Libanons neuer Präsident

  • Sonntag, 25. Mai 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 25. Mai 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 25. Mai 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

General Michel Suleiman, bisheriger Chef der Armee, wurde vom libanesischen Parlament zum neuen Präsidenten gewählt.

Weitere Themen:

Ein faschistischer Mob tobt sich im römischen Stadtteil Pigneto aus.

Die kolumbianische Regierung hat den Gründer und Anführer der berüchtigten Guerilla-Gruppe Farc für tot erklärt.

Die Erdöl-Wirtschaft hat laut einem umstrittenen Erdöl-Experten keine Zukunft.

Beiträge

  • General Suleiman ist libanesischer Präsident

    Das libanesische Parlament hat den Armeechef General Michel Suleiman zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Damit wurde eine 18-monatige Staatskrise beigelegt.

    Die Wahl des 59-jährigen Christen erfolgte erst im 19. Anlauf. Sie war durch einen Kompromiss zwischen der pro-westlichen Regierung und der Opposition unter Führung der schiitischen Hisbollah möglich geworden.

    Der Libanon war seit Ende der Amtszeit von Präsident Emile Lahud im vergangenen November ohne Staatsoberhaupt. Die Erleichterung der Libanesen ist gross, dass das Land nicht in einen neuen Bürgerkrieg geschlittert ist.

    Iren Meier

  • Gewalt gegen Ausländer in Rom

    Im römischen Stadtteil Pigneto hat eine 20-köpfige Gruppe Geschäfte von Migranten kurz und klein geschlagen und einen Ausländer verprügelt.

    Das Vorgehen in Pigneto erinnert an die faschistischen Schlägertrupps der 20er Jahre. Seit den landesweiten Wahlerfolgen der Rechten in Italien kommt es vermehrt zu rassistischen Ausschreitungen. Vor einem Monat hat Rom einen Postfaschisten zum Bürgermeister gewählt.

    Rolf Pellegrini

  • Farc-Anführer Marulanda ist tot

    Die berüchtigte kolumbianische Farc-Guerilla hat einen weiteren herben Verlust erlitten. Ihr Gründer und Anführer Manuel Marulanda ist tot.

    In der Vergangenheit war bereits wiederholt über den Tod von Marulanda spekuliert worden, dessen Spitzname «Tirofijo» soviel bedeutet wie «Häuptling Blattschuss». Die Berichte wurden bislang aber nie bestätigt.

    Manuel Marulanda sei nach Erkenntnissen der Geheimdienste bereits Ende März an einem Herzinfarkt oder während der Bombardierung eines Rebellenlagers im südlichen Dschungel durch das Militär gestorben.

    Ulrich Achermann

  • Erdöl-Wirtschaft ohne Zukunft?

    Der Ölpreis hat diese Woche erstmals die Marke von 135 Dollar geknackt. Laut dem Geologen Colin Campbell liegt es daran, dass das billig förderbare Erdöl zur Neige geht.

    Die Ölfirmen widersprechen dem. Der umstrittene Geologe hat früher bei fast allen grossen Öl-Konzernen gearbeitet. Nach seiner Pensionierung gründete Campbell die Aspo, ein Netzwerk von Wissenschaftern, das den so genannten «Peak Oil» bestimmt hat.

    Dieser Höchststand der Ölproduktion wurde laut ihren Berechnungen letztes Jahr erreicht. Seither werde Erdöl nur noch knapper. Er empfiehlt nun den Ausstieg aus der Erdöl-Wirtschaft.

    Massimo Agostinis

  • Zentai: Gebrechlicher Opa oder brutaler Nazi?

    Australien war nach dem Zweiten Weltkrieg beliebter Fluchtort für Nazis. Nun muss ein Gericht entscheiden, ob der mutmassliche Nazi-Verbrecher Charles Zentai an Ungarn ausgeliefert werden soll.

    Kommt es zur Abschiebung des 86-Jährigen, wäre dies das erste mal, dass sich ein nach Australien geflohener mutmasslicher Nazi-Kriegsverbrecher vor Gericht verantworten müsste.

    Urs Wälterlin

Moderation: Hans Ineichen, Redaktion: Urs Bruderer