UBS streicht Top-Managern den Bonus

  • Montag, 17. November 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 17. November 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Montag, 17. November 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die UBS stellt ihr Lohnsystem um. Künftig soll nur noch den vollen Bonus erhalten, wer langfristig erfolgreich ist.

Weitere Themen:

Die angeschlagene Citigroup streicht noch einmal viele Arbeitsplätze. Rund 50 000 Stellen sollen nun wegfallen.

Die SVP Bern schlägt die Nationalräte Adrian Amstutz und Andreas Aebi als Nachfolger für Bundesrat Samuel Schmid vor.

Pakistan steht wirtschaftlich vor dem Abgrund - und hofft nun auf eine internationale Geberkonferenz.

 

Beiträge

  • UBS will ihr Bonussystem ändern

    Die UBS kommt Forderungen nach einer Änderung ihres Lohnsystems nach. So wird unter anderem dem Verwaltungsratspräsidenten Peter Kurer und der Konzernleitung um CEO Marcel Rohner der Bonus gestrichen.

    Auch für den Rest des Kaders und die Mitarbeiter hat der schlechte Geschäftsgang Lohneinschnitte zur Folge. Selbst die Mitarbeiter der immer noch profitablen Vermögensverwaltung kommen nicht ungeschoren davon, auch wenn die für die Verluste verantwortliche Investmentbank stärker bluten muss.

    Als erste grosse europäische Bank will die UBS zudem das Lohnsystem für die oberen Führungskräfte und Börsenhändler völlig umkrempeln. Für diese zwei bis drei Prozent der rund 80 000 UBS-Angestellten soll es in Zukunft nur einen Bonus geben, wenn die Bank langfristig erfolgreich ist. Der Aktienanteil der Boni soll erst nach drei Jahren in den Besitz der Manager übergehen.

    Eveline Kobler

  • Citigroup streicht 50 000 Stellen

    Die angeschlagene US-Grossbank Citigroup streicht erneut zehntausende Stellen. Nach Angaben der Bank sollen rund 50 000 Arbeitsplätze wegfallen.

    Die Citigroup hat schwer an den Folgen der Finanzkrise zu tragen. Das Institut schreibt bereits das vierte Quartal in Folge rote Zahlen.

    Nun will die Bank die Kosten deutlich senken - vor allem über Stellenstreichungen und den Verkauf von Unternehmensteilen. Zusammen mit dem bereits beschlossenen Abbau von 22 000 Jobs verringert sich die Zahl der Arbeitsplätze um rund ein Fünftel.

    Ende 2007 beschäftigte die Bank weltweit noch 375.000 Menschen. Die Citigroup hatte von Juli bis September 2008 erneut tiefrote Zahlen geschrieben: minus 2,8 Milliarden Dollar. Für zwölf Monate beläuft sich das Minus auf insgesamt 20,2 Milliarden Dollar.

    Max Akermann

  • Kandidatenkür bei der SVP hat begonnen

    Die Kandidatenkür ist eröffnet: Für die Nachfolge von Bundesrat Samuel Schmid hat als erste die Berner SVP ihre Kandidaten präsentiert. Der Vorstand schlug die Nationalräte Adrian Amstutz und Andreas Aebi vor.

    Mit dem Zweiervorschlag werde je eine Person aus Gewerbe und Landwirtschaft portiert, so der Vorstand einer Mitteilung.

    Parteibasis wird in Bern nicht gefragt

    Adrian Amstutz ist in Sigriswil im Berner Oberland Mitinhaber eines Büros für Architektur und Bauleitungen. Dort wohnt er auch. Andreas Aebi ist diplomierter Meisterlandwirt und Auktionator im In- und Ausland. Aebi, der auch Gemeindepräsident von Alchenstorf ist, sitzt seit 2007 im Nationalrat, Amstutz seit 1999. Aebi ist in der Armee Major, Amstutz war Fallschirmgrenadier.

    Pascal Krauthammer

  • ETA-Anführer «Txeroki» in Frankreich gefasst

  • Geberkonferenz will Pakistan unterstützen

    Im Emirat Abu Dhabi haben Vertreter mehrerer Staaten über mögliche Hilfen für Pakistan beraten. Die «Freunde Pakistans» beschlossen, dem Land bei der Sanierung seiner Staatsfinanzen helfen zu wollen.

    So sollen unter anderem Projekte im Bereich Sicherheit und Polizei unterstützt werden. Konkrete Zusagen und Entscheidungen soll es Anfang kommenden Jahres bei einem weiteren Treffen der Gruppe geben.

    Zahlungsunfähigkeit droht

    Den «Freunden Pakistans» gehören unter anderem Deutschland, Frankreich, die USA, China, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Saudi-Arabien an.

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte am vergangenen Wochenende eine Finanzspritze in Höhe von 7,6 Milliarden US-Dollar für Pakistan angekündigt, um die drohende Zahlungsunfähigkeit des Landes zu verhindern.

    Ruedi Mäder

  • Zuwanderungsstudie mit überraschendem Ergebnis

    Eine Studie zum Thema Immigration bringt Erstaunliches zutage: Oft denken die Bürgerinnen und Bürger eines Landes ganz anders über das Thema Zuwanderung als ihre Regierungen - häufig viel differenzierter und in gewissen Fragen viel offener.

    Die Untersuchung des German Marshall Fund (GMF) kommt zu dem Ergebnis, dass es zwar in den untersuchten sechs europäischen Staaten und in den USA eine Kerngruppe gibt, die Zuwanderung ganz und gar ablehnt. Ein beachtlicher Teil der Bevölkerungen aber sieht das Problem viel differenzierter.

    So lehne eine Mehrheit der Befragten es etwa ab, den Zuwanderungen befristete Aufenthaltsgenehmigungen zu erteilen. Stattdessen, so die Studie, gab es Zustimmung, den Zuwanderern die Möglichkeit zu geben, sich dauerhaft niederzulassen.

    Fredy Gsteiger

  • Vorbereitungen der Fussball-EM stecken fest

    Die Fussball-EM 2012 wird in Polen und in der Ukraine stattfinden. Die beiden Gastgeber erhoffen sich einen wirtschaftlichen Schub durch das Fussballereignis - ausgeschlossen ist das nicht. Derzeit allerdings haben beide ganz andere Probleme.

    Noch ist nicht einmal sicher, ob die Euro überhaupt stattfinden kann - wie das Beispiel Polen zeigt.

    Marc Lehmann

  • Wie al-Jazira die arabische Medienwelt veränderte

    Lange gab es in der arabischen Welt vor allem staatliche Propagandasender oder westliche Stationen wie die BBC oder CNN. Das änderte sich vor zwölf Jahren, als al-Jazira auf Sendung ging und die arabische Medienwelt revolutionierte.

    Inzwischen gibt es rund 400 arabische Satellitenkanäle. Lawrence Pintak war jahrzehntelang Journalist für amerikanische und britische Medien im arabischen Raum, heute bildet er an der amerikanischen Universität in Kairo junge Journalisten aus.

    Irene Meier hat mit Pintak über die Möglichkeiten und Gefahren in der neuen arabischen Medienwelt gesprochen.

Moderation: Simone Fatzer, Redaktion: Martin Durrer