Pharma – eine komplexe Industrie

Die Pharmaindustrie

Einblick – Durchblick – Perspektiven

von Dagmar Fischer und Jörg Breitenbach

Die Pharmaindustrie Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Lesetipp der Woche Spektrum

Pille oder Saft? Würde einem diese Entscheidung leichtfallen, bräuchte man das von Dagmar Fischer und Jörg Breitenbach herausgegebene Buch gar nicht.

Die Pharmaindustrie ist aber so komplex, dass dieser Einblick in die Pharmazie vor allem für Brancheneinsteiger geradezu unentbehrlich ist. Die zahlreichen Autoren liefern einen anschaulichen und gut verständlichen Überblick über die verschiedenen Geschäftsfelder moderner Pharmakonzerne, würzen ihn mit zahlreichen Fakten und Zahlen und erläutern haarklein, wie die Entwicklung und Produktion von Medikamenten abläuft.

Man findet sich beim Lesen schnell zurecht, vor allem, weil das Buch hervorragend gegliedert ist. Die einzelnen Artikel könnten allerdings etwas besser aufeinander abgestimmt sein: Hier stolpert man über Wiederholungen, dort vermisst man Zusammenfassungen, die im vorherigen Kapitel noch wie selbstverständlich dazugehörten. Das ist aber auch die einzige bittere Pille, die man bei der Lektüre dieses ansonsten verständlich geschriebenen Branchenporträts schlucken muss.

Das Buch wird vor allem Studierenden, Betriebswirten, Juristen und Ingenieuren empfohlen, die sich für die pharmazeutische Industrie interessieren.

  • Verlag: Spektrum
  • Publikation: 2010
  • Anzahl Seiten: 342

In Zusammenarbeit mit Getabstract, Luzern

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Neue Antibiotika: Wenig Anreize für Big Pharma

    Aus ECO vom 1.2.2016

    Es ist eine tickende Zeitbombe: Resistente Bakterien sind weltweit im Vormarsch und verursachen immer mehr tödliche Infekte. Das Problem: Die Grossen der Pharmabranche haben sich weitgehend aus der Forschung nach neuen Antibiotika zurückgezogen. Denn die Renditeaussichten sind weit weniger rosig als bei der Entwicklung neuer Krebsmedikamente. Für kleinere Pharmaunternehmen ist es sehr schwierig, die Forschung überhaupt finanzieren zu können.