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Eine Hand hält ein Smartphone mit der Uber-App vor einem Taxi.
Legende: Disruption-Prognosen: Die Uber-App krempelt den Taximarkt bereits in vielen Ländern um. Reuters
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Einstein Online Disruption – Hoffnung und Schrecken der digitalisierten Welt

Disruption ist ein gewalttätiges Wort. Doch ans lateinische «disrumpere» – platzen, zerbrechen, zerreissen – denkt dabei kaum jemand, sondern an Digitalisierung und an das Silicon Valley. Dort, im Zentrum der Internet-Industrie, gedeiht das disruptive Denken, das unsere Welt langsam umkrempelt.

Das englische Wort «disruption» bezeichnet eine Innovation, die den Markt umkrempelt – und zwar radikal. Im Buch «Silicon Valley» von Christoph Keese, dem Vize-Präsidenten des Springer Verlags steht:

Disruption heisst Unterbrechung. Es ist Chiffre für ein Lebensgefühl, eine Art Gehirnwäsche. Motto für die richtige Methode, Märkte zu attackieren und Marktführer zu verdrängen. Glaubensbekenntnis für eine vom Erfolg beflügelte Erfinderkultur, die weiss, dass sie alles erreichen kann, wenn sie nur radikal genug denkt.

Radikal greifen solche Innovationen eine Technologie an, ein Produkt oder eine Dienstleistung und fegen diese vom Markt. Beispiele dafür gibt es reichlich: Die Digitalkamera hat den einstigen Riesen Kodak erlegt. Download und Streamingdienste spielen das Lied vom Tod von DVD und CD. Online-Musikplattformen haben die CD- und Platten-Läden zerstört. Selbstfahrende Autos sprengen das Geschäft mit den herkömmlichen PKWs. Paypal attackiert das Transfergeschäft von Banken und Skype die Telefongesellschaften. Bei Christoph Keese liest man:

Disruption heisst nichts anderes als: Wir werden alle verschwinden. Weil wir in der Logik digitaler Märkte Effizienzbremsen sind.

Mittlerweile machen sich Unternehmen Gedanken darüber, wie sie sich selbst angreifen können, um sich zu schützen und ihre Gegner zu vernichten. Und was lernt man aus dem Disruptions-Hype? Wirtschaft ist Krieg mit anderen Mitteln. Wirtschaft ist Selbstzweck – ist das das 21. Jahrhundert?

Ein Wort in der Kritik

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Disruption ist mittlerweile zum Modewort geworden: In einem ätzenden Artikel zeigte die deutsche FAZ, wie der Gebrauch des Wortes in den Medien sprunghaft anstiegen ist. Kritik an der Verwendung dieses Wortes äussern auch andere Medien wie dieser Blogbeitrag – nicht zuletzt auch, weil geschürte Erwartungen sich nur sehr selten erfüllen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI , Nelspruit SA
    Ich habe noch eine statistische Lebenserwartung von 8,5 Jahren... ergo was kuemmert mich die disruption aus Silikon Valley.. wenn ich meine Eigene voraus habe???
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  • Kommentar von R.Baumberger , Wahlen b.Laufen
    Zudem ist dieser Bericht nicht Informativ sondern Emotional angelegt !Wo ist hier die Erhebung eines z.B. Energiekoeffizienten erwähnt, den es um eine überrsichtliche Entscheidungserhebung, braucht.Wir sollten Uns das eigenständige Individuelle Denken/handeln an das Bewusstsein, vermitteln.Und nicht einhellige Wahrnehmung im zu konsumierenden Sinn verordnen.(Verweise zu externen Informations-Quelldatenregistern) sind anscheinend Feinde des Informellen Journalismus.eightifour/84
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  • Kommentar von Hans Knecht , Torny
    In Kriegen gibt es Verletzte und Tote, und sei es auch nur auf psychologischer Ebene. Wollen wir das? Und wollen wir somit dass die Sozialkosten steigen? Wie wäre es mit einer Wirtschaftskultur, die Wohlstand allen Menschen ermöglicht und dadurch die Sozialkosten und Kriminalität reduziert?
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