Wie viele Diktaturen gibt es noch?

Gerade eben verkündete die Partei von Robert Mugabe dessen Wahlsieg in Simbabwe, obwohl die Stimmenauszählung nicht beendet ist. Er regiert seit 33 Jahren – damit verpasst er knapp die durchschnittliche Regierungszeit der Herrscher in den schlimmsten Diktaturen der Welt.

Eine Frau geht an einer Wand vorbei, auf der das Graffiti «What? When? Change?» steht. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Burma: Jahrzehntelang regierte eine Militärjunta in dem asiatischen Staat. Im Februar 2011 begann ein Demokratisierungsprozess. Reuters

In der Berichterstattung sind Diktaturen wie Nordkorea, Syrien oder eben Simbabwe omnipräsent. Es gibt aber noch viel mehr, von denen man nur selten in den Medien hört.

Die Menschenrechtsorganisationen Freedom House listet in ihrem Bericht von 2013 47 Länder auf, die als nicht frei gelten – wo es also keine politischen Rechte gibt und bürgerliche Freiheiten systematisch eingeschränkt werden. Ebenfalls nennt sie 58 Länder, die nur teilweise frei sind. 90 Länder gelten als frei. Die Zahl von nicht freien Ländern hat in den letzten 40 Jahren zudem abgenommen: 1972 waren es noch 69 Länder, die mit einem autokratischen System regiert wurden.

Zu den schlimmsten Diktaturen zählt die Organisation neun Länder, welche die schlechtesten Bewertungen erhalten haben: Nordkorea, Turkmenistan, Usbekistan, Sudan, Äquatorialguinea, Eritrea, Saudi Arabien, Syrien und Somalia. Die Diktatoren herrschen dort im Durchschnitt 37,5 Jahre lang.