Zum Inhalt springen
Inhalt

Fünfmalklug Welches sind die härtesten Hölzer?

«Eisenholz» nannte man Hölzer, die so hart, dicht und schwer sind, dass sie in Wasser nicht schwimmen. Zum Beispiel das dunkle Bongossi, das sich kaum nageln lässt. Doch in der Natur wächst noch Härteres.

Ein Ipê-Baum im Amazonas-Regenwald nahe der der Stadt Novo Progresso im Norden von Brasilien.
Legende: Holzlieferant für Brücken und Bahnschwellen: Ein Ipê-Baum im Amazonas-Regenwald nahe der der Stadt Novo Progresso im Norden von Brasilien. Reuters

Welches das härteste Holz ist, das auf dem Planeten zu finden ist, ist offenbar nicht eindeutig zu beantworten. Während einige Quellen das Pockholz vom Guajak-Baum, Link öffnet in einem neuen Fenster als Rekordhalter unter den genutzten Hölzern erwähnen, liefert laut anderen Informationen der südamerikanische Laubbaum Ipê das härteste Material. Und anderswo heisst es, der australische Buloke-Baum sei in dieser Hinsicht ungeschlagen.

Ein Block aus Schlangenholz, mit der typischen Musterung, die an die Kriechtiere erinnert.
Legende: Musterung als Namensgeber: «Schlangenholz» zählt zu den teuersten Hölzern auf dem Weltmarkt. Wikipedia / Mogano

Neben diesen Kandidaten ist auch das «Schlangenholz», das wegen seiner hübschen Maserung so heisst, so hart, das es vor allem für Spezialzwecke eingesetzt wird – zum Beispiel hochwertige Griffe von Geräten, Billardqueues und Bögen für Streichinstrumente. Und natürlich gibt es bekannte Hölzer wie das Ebenholz oder den Moabi-Baum, dessen Holz so knackhart und widerstandsfähig ist, dass es auch hungrige Insekten zur Verzweiflung bringt.

Angesichts der Tatsache, dass viele dieser Arten bedroht sind, erscheint die Frage, welche nun die Härteste unter der Sonne ist, zweitrangig. Holz ist ohnehin ein Naturstoff und entsteht nur mit starken Schwankungen in der Materialqualität. Zudem liefern Messverfahren wie der Janka-Test, Link öffnet in einem neuen Fenster oder das Brinell-Verfahren, Link öffnet in einem neuen Fenster zuweilen unterschiedliche Resultate. Und schliesslich gibt es andere Werte: Das Pockholz zum Beispiel ist nicht nur hart, sondern auch so harzig, dass es im Schiffbau für Wellen-Lager verwendet wurde – selbst schmierend.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Karl Sauter, Zürich
    Regenwald darf einfach nicht gerodet werden - dies hat zuvile oekologische Nachteile, auch für uns! Bahnschwellen und bewährte Holzbrücken hat man früher ja auch nicht aus dem Urwald geholt ... oder liegt etwa am Preis? Der könnte um ein Vielfaches auf uns zurückkommen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen