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Vier Fotos und vier Zeichnungen aus den Experimenten, mit denen die britischen Psychologen Gesichter analysierten.
Legende: Anatomische Merkmale als Raster: Augen, Brauen, Lippen, Kinn – mit Blick auf die Analysen machten die Forscher aus Individuen typisierte Gesichter. Vernon et al.
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Fünfmalklug Wie entsteht der erste Eindruck?

Körpergeruch, ein tiefer Blick in die Augen? Beim ersten Eindruck, den man von einem Menschen gewinnt, können mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Sicher ist laut britischen Forschern die Bedeutung des Gesichts – und einiger seiner «Bausteine».

Ob ein Betrachter einen Menschen als vertrauenswürdig, attraktiv oder dominant einschätzt, hängt laut britischen Psychologen von bestimmten Gesichtsformen ab. Die Fachleute untersuchten den Zusammenhang zwischen Anatomie und Eindruck, indem sie ihren Probanden – jeweils für eine Zehntelsekunde – insgesamt 1000 Gesichter zeigten.

Eine Skizze eines Gesichtes, in dem mit Nummern die "Messpunkte" verzeichnet sind, die britische Psychologen für ihre Analysen verwendeten.
Legende: Kopf als Datenfläche: Aus einer Vielzahl von «Messpunkten» extrahierten die Forscher, was für den ersten Eindruck entscheidend ist. Vernon et al. , Link öffnet in einem neuen Fenster

Das Resultat der computergestützten Auswertung: Insgesamt 65 Merkmale, etwa die Breite der Augenbrauen, die Form der Mundpartie oder die Position der Wangenknochen könnten zu 58 Prozent erklären, wie ein Mensch bezüglich der drei genannten Eigenschaften eingeschätzt wird.

Beispiel Attraktivität: Als jugendlich und anziehend empfindet man demnach vor allem Personen mit grossen Augen, schmalen, geschwungenen Augenbrauen und einer breiten Unterlippe. Die Probe aufs Exempel machten die Psychologen mit «Modellbildern», die sie aus ihren Resultaten ableiteten – mit Erfolg: Was laut der Forschung hübsch sein sollte, wurde von Versuchsteilnehmern auch so eingeschätzt.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von S. Kreidler , Tenero
    Physiognomie: Es wird ihr viel schlechtes nachgesagt aber sie ist in uns allen drin. Das Thema wurde schon vor über 100 Jahren wissenschaftlich erarbeitet von Carl Huter. Dieser ist immer noch das Mass der Dinge. Mehr und Hintergründe dazu in "Gesichter Sprechen" von Fritz Aerni (Zürich). Carl-Huter-Verlag ISBN 978-3-03741-111-7
  • Kommentar von p.keller , kirchberg
    Die Sprache/Stil/Wortwahl zeigt noch mehr über den Charakter.
    1. Antwort von Stephan Oppliger , 3250 Lyss
      Da bin ich mit ihnen gar nicht einverstanden. Gerade die Sprache dient häufig dazu, andere Mitmenschen zu manipulieren, zu täuschen, kurz: zu lügen. Stil und Wortwahl sind oftmals nur beschönigende Tarnungen, derer sich der Mensch mit seiner Sprache bedient, um zum Ziel zu kommen. Ein gutes Beispiel ist C. Blocher, aber auch andere Exponate seiner Zunft.