Wie erkennt man gefälschte Perlen?

Für Laien sehen echte und gefälschte Perlen gleich aus – nicht so für Experten. Hingegen ist auch für Spezialisten sehr schwierig, die Herkunft und Art einer echten Perle zu bestimmen – was Betrügereien begünstigt. Forscher entwickelten nun ein neues Verfahren, um die Perlen zu testen.

Eine Hand holt eine Perle aus einer Südsee-Muschel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der Muschel entstanden: Eine grosse weisse Südsee-Zuchtperle, die in einer Südsee Perlauster gezüchtet wurde. Schweizerisches Gemmologisches Institut SSEF

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Radiokarbon-Methode

Das ist ein Verfahren zur radiometrischen Datierung von kohlenstoffhaltigen und organischen Materialien. Der Anwendungsbereich liegt zwischen heute und etwa 60'000 Jahren.

Der Nachweis der Muschelart und der wahre Herkunftsort einer Perle entscheidet oft über ihren Preis. Es liegt auf der Hand, dass dies Fälscher auf den Plan ruft. Eine Forschergruppe der ETH Zürich und des Schweizerischen Gemmologischen Institut (SSEF) haben nun eine neue Methode entwickelt, wie unter den echten Perlen der Herkunftsort bestimmt werden kann – nämlich mit einem DNA-Test.

Mit feinsten Bohrern holen die Forscher aus dem Inneren von Bohrlöcher, die bereits wegen des Drahtes für die Perlenkette bestehen, kleinste Mengen von Erbgut heraus. Bereits zehn Milligramm reichen aus, um genügend DNA zu sammeln. So lässt sich feststellen, ob und zu welcher der drei wertvollen Arten die Perlen gehören: Dazu gehören die Südsee-Perlen Pinctada maxima, die Tahiti-Perlen Pinctada margaritifera sowie die Perlen der Akoya-Auster Pinctada radiata.

Zusätzlich zeigten die Forscher, dass mit der Radiokarbon-Methode das Alter der Perle bestimmt werden kann. So lässt sich erkennen, ob eine als historisches Schmuckstück verkaufte Perle wirklich antik ist.