Wie gefährlich ist Blei in unserer Nahrung?

Wer schon einmal bei Rehpfeffer auf eine Schrotkugel aus Blei gebissen hat, könnte eine hohe Dosis des Umweltgifts aufgenommen haben. Doch in der Regel essen wir nur ein- oder zwei Mal pro Jahr Wildfleisch. Blei nehmen wir vor allem in Nahrungsmitteln auf, die wir täglich essen.

Ein Pfifferling liegt ausgerissen auf einem Tisch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Belastet: Pfifferlinge können laut Studien besonders gut Blei anreichern. Keystone

Drei Bleigewichte stehen auf einem Tisch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Toxisch: Blei gehört zu den giftigen Schwermetallen und kommt vor allem in der Automobil- und Chemieindustrie zum Einsatz. Colourbox

Pilze, Blattgemüse, Getreide und Trinkwasser – landen diese Lebensmittel auf dem Teller oder im Glas, könnten wir überdurchschnittlich viel Blei in den Körper aufnehmen. Neben der Freisetzung von giftigem Blei durch industrielle Prozesse gerät das Schwermetall auch über natürliche Wege in die Umwelt.

Vulkanausbrüche und Erosionen sorgen dafür, dass sich das Element in der Luft anreichert. Durch Niederschläge setzt sich der Bleistaub auf den Oberflächen, im Wasser und in den Böden fest und gelangt so in die Nahrung.

Was das für unseren Körper bedeutet, ist nicht restlos geklärt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) warnt zwar in einem Informationsblatt vor den Gefahren durch Blei. Doch die Fachwelt weiss über die Auswirkungen für den Konsumenten noch zu wenig. Sicher ist: Das Schwermetall baut sich nur sehr langsam ab und setzt sich in unseren Knochen und Organen fest.

Gefährdet sind vor allem schwangere Frauen, da Blei das wachsende Nervensystem bei Föten irreparabel schädigen könnte. Gefährlich ist das Element aber auch im Haushalt: Bei Keramikgeschirr können saure Flüssigkeiten bleihaltige Glasuren oder Farbanstriche auflösen und so in den Körper gelangen.