Wie gross ist der ökologische Fussabdruck der Schweiz?

Wie stark der Mensch die Erde beansprucht, lässt sich mit dem ökologischen Fussabdruck darstellen. Beim Schweizer Lebensstil reicht eine Erde nicht aus.

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Bildlegende: Der ökologische Fussabdruck: ein Symbolbild dafür, inwieweit der Mensch die Regenerationsfähigkeit der natürlichen Umwelt ausschöpft. Reuters

Alle natürlichen Rohstoffe, die nötig sind, um unseren Lebensstil zu ermöglichen, brauchen Platz zum Nachwachsen – ob für die Produktion unserer Nahrung, Kleider oder für unsere Siedlungen. Noch dazu braucht es Platz, um die Folgen unseres Konsums wieder abzubauen, zum Beispiel Wälder, die das CO2 binden. Der ökologische Fussabdruck zeigt, wie viel dieser Fläche jeder von uns braucht.

Berechnet wird der Fussabdruck in sogenannten globalen Hektaren. Um den derzeitigen Lebensstil jeder Schweizerin und jedes Schweizers zu ermöglichen, bräuchte es auf der Erde für jeden von uns fünf Hektar Platz. Von diesem rechnerischen Bedarf liegen aber nur 1,2 Hektaren in der Schweiz. Die meisten Ressourcen werden im Ausland verbraucht. So beansprucht beispielsweise der Anbau von Orangen in Spanien Ressourcen vor Ort. Werden sie dann aber in der Schweiz konsumiert, geht der Verbrauch auf das Schweizer Konto.

Im weltweiten Durchschnitt bauen die Menschen die natürlichen Ressourcen schneller ab und verschmutzen die Erde schneller, als sie sich regenerieren kann. Momentan bräuchte es laut Angaben der Organisation «Global Footprint Network» 2,8 Erden, wenn alle Menschen denselben Lebensstil führten wie die Schweizer. Bei einem Lebensstil wie in den USA sogar 4,2 Erden.

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Energiefreundliche Sanierungen schlecht finanzierbar

2:04 min, aus Tagesschau vom 29.1.2013