Zum Inhalt springen

Header

Die sonne scheint flach über das eis der Antarktis.
Legende: Wintersonne über der Antarktis: Geschossen wurde das Foto während eines Messfluges vor einem Jahr. Inzwischen hat die Eisschicht drastisch abgenommen. Stefan Hendricks / Alfred-Wegener-Institut
Inhalt

Fünfmalklug Wie schnell schmilzt das Eis in der Antarktis?

Noch nie wurde in den letzten 20 Jahren ein so schneller Rückgang des antarktischen Eises beobachtet. Durch neue Satelliten-Messsysteme werden die Analysen immer genauer – wie schnell schmilzt das Eis tatsächlich?

Pro Jahr nimmt das Eis in Grönland und der Antarktis um 500 Kubikkilometer ab. Dies ist so viel, wie wenn die Kantone Obwalden und Nidwalden mit einer 600 Meter dicken Schicht Eis bedeckt wären. In der Antarktis sind es 125 Kubikkilometer im Jahr, Grönland ist noch stärker betroffen: Es verliert jährlich 375 Kubikkilometer Eismasse. Zwar entsteht auch immer wieder neues Eis – momentan vor allem im Osten der Antarktis – der Verlust wird aber nicht gedeckt.

Seit 20 Jahren wird die Eisschmelze mit einem speziellen Satellitenmesssystem verfolgt. In dieser Zeit wurde kein solcher Rückgang der Eisfläche verzeichnet wie aktuell; seit 2009 hat sich die jährliche Schmelze sogar verdreifacht.

Wenn die Schmelze in dieser Geschwindigkeit fortschreiten würde, hätte dies einen immensen Anstieg des Meeresspiegels zur Folge. Wie gross dieser wäre, ist nicht abschätzbar, da die Dichte des Eises variiert. Folglich müsste nicht nur das Volumen, sondern auch die Eisdichte an den verschiedenen Stellen bekannt sein.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Wir haben Ihren Kommentar erhalten und werden ihn nach Prüfung freischalten.

Einen Kommentar schreiben

verfügbar sind noch 500 Zeichen

Mit dem Absenden dieses Kommentars stimme ich der Netiquette von srf.ch zu.

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

  • Kommentar von Eduard Biner , Zermatt
    Wenn das Eis, das auf dem Meer schwimmt schmilzt, steigt der Meeresspiegel nicht an. Dagegen steigt dieser, wenn mehr Festlandeis abschmilzt, als neues gebildet wird. Dass dies in der Antarktis der Fall ist, daran habe ich gewisse Zweifel. Immerhin führt eine wärmere Atmosphäre zu mehr Niederschlag und somit zu höherer Eisbildung in der Antarktis! Die übrigen Probleme möchte ich aber damit keineswegs klein reden!
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von M.Kaiser , Rebstein
    Wir hatten schon vor 7000 Jahren eine Erderwärmung die nicht von Menschenhand stammte , wie will der kleine Haufen Mensch die Erde erwärmen ? Wenn die gesamte Menschheit im Bodensee ertränkt würde, stiege der Bodensee nur mal um 4m an .Diese Erwärmung hat klare Geophysikalischen Ursachen in Bezug zur Sonneneinstrahlung . Das was der Mensch beeinflussen kann sind max. 5% dieser Erwärmung . Eine sinnlose Angstmacherei von Halbwissern und Geschäftemacher .
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Urs Keller , Binningen
    wie schnell schmilzt das Eis tatsächlich ? hätte immensen Anstieg des Meeresspiegels zur Folge. In 500 Jahren oder so? Dieser Artikel ist nichtssagend, denn man weiss nichts.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten