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Fünfmalklug Wieviel km/h schafft der schnellste Fisch?

Die Weltmeere sind voller Schwimmartisten wie den wendigen Delphinen oder den ausdauernden Haien. Oder den Walen, die wahre Tauchkünstler sind. Doch beim Tempo ist ein anderer Fisch der Sieger.

Illustration eines Fächerfischs eines unbekannten Zeichners aus dem Jahr 1893.
Legende: Daheim in tropischen und subtropischen Regionen: Wie die Illustration zeigt, faszinierte der Fächerfisch schon anno 1893. Er kann über drei Meter lang werden. The royal natural history / Wikipedia

Wie Istiophorus platypterus zu seinem deutschsprachigen Namen kam, leuchtet auf den ersten Blick ein: Die gewaltige Rückenflosse des Fächerfischs, die man zuweilen von Booten aus sehen kann, ist höher als er selbst und erinnert tatsächlich an einen Fächer. Daneben hat der Fächerfisch eine zweite, kleinere Rückenflosse und lange Bauchflossen, die er flach in eine «Grube» am Bauch legen kann.

So ausgestattet erreicht der Fächerfisch seine Rekordgeschwindigkeit von 110 Kilometern pro Stunde. Wie ein Pfeil schiesst er in einen Schwarm aus Makrelen oder Sardinen hinein, schwimmt eine scharfe Kurve, spreizt die Bauchflossen, bremst ab und erwischt Beutefische in seiner Reichweite mit schnellen Schlägen seines Schwertes. Ein Tempojäger also, wie andere Fische, mit denen er manchmal gemeinsame Sache macht und Fressgemeinschaften bildet.

Hochseefischer ziehen einen gefangenen Fächerfisch an Bord.
Legende: Begehrter Fang: Hochseefischer jagen den Fächerfisch auch deshalb, weil sein Fleisch als delikat gilt – zum Beispiel für Sushi. Costaricapro / Wikipedia

Zum Beispiel mit Marlinen oder Schwertfischen, die auf der Weltrangliste der schnellsten Fische mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h gleich nach ihm rangieren. Nach heutigem Wissenstand folgt knapp dahinter der Kurzflossen-Mako – der erste Räuber der Rangliste, der kein Schwert trägt. Und der elegante Wahoo, silbrig und spitz geformt wie ein Torpedo. Er kann immerhin 80 km/h erreichen, etwa so viel wie der Thunfisch, der, obwohl bauchiger geformt, zur selben Tierfamilie gehört.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Christof Knuesli, CH-8912 Obfelden, Schweiz
    Tolle Typen, die ihren Fang präsentieren. Die Dächlikappen sind fast so gross wie die Rückenflossen des gefangenen, und nun wohl toten Fisches. Wie viele gibt es noch davon? Warum können diese Fische so schnell schwimmen? Wenn der letzte auch noch auf dem Sushi-Teller landet, wird diese Wunder der Natur für immer verschwunden sein. Solche Bilder gefallen mir nicht, mit jubelenden Personen, die sich für Helden halten. C. Knuesli
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