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Fünfmalklug Warum ist das Meer nicht überall gleich salzig?

Meerwasser enthält im Durchschnitt 3,5 Prozent Salz. Das bedeutet, dass in einem Liter ungefähr 35 Gramm Salz gelöst sind ─ gut zwei gestrichene Esslöffel. Doch der Salzgehalt ist von Meer zu Meer unterschiedlich. Woher kommen diese Unterschiede?

Eine Frau liegt auf dem Rücken auf dem Toten Meer.
Legende: Schwimmen können ist nicht nötig: Auf dem Toten Meer kann man sich einfach treiben lassen. Am Meeresgrund sind sogar Salzkristalle erkennbar. Imago

Über Jahrmillionen werden Salze durch Regen und Schmelzwasser aus der Erdkruste gelöst und durch die Flüsse in die Meere hineingeschwemmt. In den Flüssen ist die Salzkonzentration gering. Im Meer sammelt sich das Salz dann an. Zudem verdunstet durch Sonneneinstrahlung stetig Wasser und die Salzlösung konzentriert sich.

Weniger Salz in der Ostsee

Niederschlag, Hitze und Zuflüsse sind die drei Komponenten, die den Salzgehalt eines Meeres am stärksten bestimmen. Wo viel Süsswasser in die Meere fliesst, ist der Salzgehalt weniger hoch – zum Beispiel in der Ostsee. Hunderte Flüsse schwemmen Regenwasser in dieses Nebenmeer des Atlantiks, so dass es mit nur 0,2 bis 2 Prozent einen sehr geringen Salzgehalt hat.

Mehr Salz im Mittelmeer

Das Mittelmeer hingegen liegt in einer Region, in der wenig Regen fällt, es aber oft heiss ist. Die Hitze lässt viel Meerwasser verdunsten. Das führt dazu, dass das Mittelmeer zu den salzigsten Grossgewässern der Erde gehört. Sein Salzgehalt liegt bei etwa 3,8 Prozent. Die höchste Salzkonzentration hat das Tote Meer: 28 Prozent. Dieser Binnensee hat keinen Abfluss und ist von heissen Wüsten umgeben.