Andere lesen Romane, sie liest Noten: Mitzi Meyerson, Cembalistin

Sie verschlinge Notenhefte wie andere Leute Romane, sagt die amerikanische Cembalistin Mitzi Meyerson von sich. Und da sind immer wieder Hefte darunter mit unbekannten Namen.

Richard Jones zum Beispiel, ein Zeitgenosse von Händel und wie dieser in London tätig. «Ein kleiner Fisch in einem Teich, der weitgehend von Händel dominiert wurde», meint Mitzi Meyerson und spielte mit Elan seine Cembalosuiten ein. Oder die Violinsonaten von Giovanni Battista Somis: Dessen Opus 1 von 1717 hat die Cembalistin in der British Library entdeckt, quasi ein Nebenfund bei ihrer Beschäftigung mit Jones. Beide Male sind Mitzi Meyerson faszinierende musikalische Entdeckungen gelungen.

Redaktion: Norbert Graf