Diva oder Fussballgott? Das Phänomen Cristiano Ronaldo

Für viele gilt er als Sinnbild des Narzissten. Für andere ist er die Fussball-Ikone schlechthin. Der gemeinsame Nenner: Zu reden gibt Ronaldo bei allen.

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Verehrt und verarchtet

1:11 min, vom 11.7.2016

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Man nennt ihn auch Ich-AG Ronaldo. Kritiker werfen ihm vor, ein arroganter Pfau zu sein, der mit stolzgeschwellter Brust seine eigenen Erfolge feiert und inszeniert. Doch spätestens seit dem von Portugal gewonnenen EM-Finale hat Ronaldo einiges an Sympathiepunkten gut machen können.

Beliebter Mannschaftskollege

In seiner Mannschaft scheint Ronaldo, der im Finale nach 25 Minuten mit einer Verletzung weinend vom Platz getragen werden musste, sehr beliebt zu sein. «Fantastisch» sei die Halbzeit-Ansprache Ronaldos gewesen, sagte Rechtsverteidiger Cedric. Lob kommt auch vom Trainer Fernando Santos. «Er hat immer daran geglaubt, dass heute die Nacht der Nächte, unsere Nacht ist.» Spieler-Kollege Pepe sagte gar: «Wir haben uns geschworen, für ihn zu gewinnen, und wir haben für ihn gewonnen.»

Ronaldo hat ein Herz für Kinder

Als einziger Spieler begrüsst er vor dem Spiel alle Eskortenkinder persönlich – und ist sich auch für spontane Selfies nicht zu schade.

Ausserdem hat er auf jegliche Tattoos verzichtet – um weiterhin Blut spenden zu dürfen. Dazu hat er sich vor vier Jahren entschieden. Damals war der Sohn seines portugiesischen Teamkollegen Carlos Martins an Leukämie erkrankt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Cristiano Ronaldo: Geliebt, gehasst, verehrt, verachtet

    Aus glanz und gloria vom 11.7.2016

    Seit gestern ist er Europameister, und kaum ein anderer Fussballer weckt so gemischte Gefühle wie Cristiano Ronaldo: Die einen verehren ihn als genialen Fussballer und Teamplayer, die anderen können seine angebliche Selbstverliebtheit und Arroganz nicht ausstehen. Was hat Ronaldo getan, um der Meinung der einen oder der anderen Seite Nahrung zu geben? «Glanz & Gloria» geht auf Spurensuche.