Wegen Geldmangel: Keine Miss-Schweiz-Wahl 2012

Keine Missen-Wahlnacht mit Krönchen und Tränchen – jedenfalls nicht 2012. Immerhin: Die amtierende Miss Schweiz Alina Buchschacher kann sich freuen. Sie behält wegen Finanzierungsproblemen der Organisatoren ihren Titel bis auf Weiteres.

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Keine Miss-Schweiz-Wahl 2012

0:24 min, aus Glanz & Gloria vom 15.4.2012

Die Miss-Schweiz-Wahl findet in diesem Jahr nicht statt. Es sei den Organisatoren nicht gelungen, die TV-Produktion der Show zu finanzieren, bestätigte der Leiter der Miss-Schweiz-Wahl, Christoph Locher, eine Meldung der «Sonntagszeitung».

Damit behält die amtierende Miss Schweiz, die 20-jährige Alina Buchschacher aus Bern, auch nach dem Ende ihres offiziellen Missen-Jahres bis auf Weiteres ihr Krönchen. Die Organisatoren suchten jetzt nach einer Lösung für das nächste Jahr, sagte Locher gegenüber der Nachrichtenagentur SDA am Sonntagmorgen.

Er sei jedoch «zuversichtlich, dass die Wahl im Jahr 2013 durchgeführt werden kann». Ein mögliches Datum könnte bereits der Januar 2013 sein. Ein Kandidatinnen-Casting für die nächste Wahl fand am Samstag trotzdem statt. In Erwägung gezogen werde auch eine Show ohne Fernsehübertragung, sagte Locher.

Weder Missen noch Misters bei SRF

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«Miss Unbekannt»

Die amtierende Miss Schweiz machte bisher eher mit ihrer mangelnden Präsenz als mit vielen öffentlichen Auftritten von sich reden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Probleme begannen nach der Miss-Schweiz-Wahl im vergangenen Herbst, als das Schweizer Radio und Fernsehen entschied, den Wettbewerb aus dem Programm zu nehmen. Der Zenit sei überschritten und das Bedürfnis einer weiteren Übertragung nicht mehr gegeben, teilte SRF damals mit.

Zuvor hatte SRF bereits die Mister-Schweiz-Wahl aus dem Programm gekippt. Der Privatsender 3+ gewährte den schönen Männern daraufhin Asyl und unterschrieb mit der Mister-Schweiz-Organisation einen Dreijahresvertrag.

400'000 bis 500'000 Franken fehlten den Missen-Organisatoren

3+ ist gemäss Locher auch an der Miss-Schweiz-Wahl interessiert. Der Sender hätte jedoch nur einen Teil der Produktionskosten übernommen und den Organisatoren gelang es bis jetzt nicht, die benötigten 400'000 bis 500'000 Franken für die Übertragung zu beschaffen.