Flüchtlinge erinnern Königin Silvia an traumatisches DDR-Erlebnis

Königin Silvia von Schweden (72) fühlt mit den Flüchtlingen – aus eigener Erfahrung. An der innerdeutschen Grenze hatte sie ein Erlebnis, das sie bis heute nicht loslässt.

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Bildlegende: Empathische Königin Silvia setzt sich in Schweden für Flüchtlingskinder ein. Getty Images

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Staatsbesuch in Deutschland

Königin Silvia und ihr Mann, der schwedische König Carl XVI. Gustaf, kommen im Oktober auf Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck zu einem Staatsbesuch nach Deutschland. Vom 5. bis 8. Oktober ist das Königspaar in Berlin, Hamburg, Wittenberg und Leipzig unterwegs.

Als sie 13 Jahre alt war, sei sie mit dem Taxi an der innerdeutschen Grenze von Volkspolizisten angehalten worden, sagt Königin Silvia in einem «Tagesspiegel»-Interview vom Montag. Silvia wurde in Heidelberg geboren. Ihre Mutter war gebürtige Brasilianerin und die Familie lebte bis 1957 in São Paulo. Ihr in Brasilien ausgestellter Pass sei bei der Kontrolle zunächst nicht anerkannt worden. Das sei eine «entsetzliche Situation» gewesen.

Ein Erlebnis, das sie bis heute nicht vergessen kann: «Daran denke ich jetzt immer, wenn ich die Flüchtlinge sehe: Es erinnert mich daran, dass man plötzlich in eine Situation geraten kann, in der man keine Kontrolle hat und nicht versteht, was vor sich geht.»

Hilfe für Kinder und Jugendliche

Besonders die rund 40'000 Kinder und Jugendlichen, die im letzten Jahr ohne ihre Eltern nach Schweden geflüchtet sind, liegen Silvia am Herzen. Es brauche jetzt Unterkünfte, Lehrer, Schulen und vor allem auch menschliche Zuwendung.