Infantin Cristina: «Ich habe von nichts gewusst»

Erstmals musste die Schwester des spanischen Königs vor Gericht aussagen. Infantin Cristina beteuerte, dass ihr Mann alleine für die finanziellen Angelegenheiten verantwortlich sei.

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Infantin Cristina verantwortet sich vor Gericht

0:52 min, vom 4.3.2016

Sie beantwortet nur die Fragen ihres Verteidigers. Auf die Fragen der Nebenklägerin antwortet Infantin Cristina nur mit Schweigen. Sie soll laut Anklage ihrem Ehemann Beihilfe zum Steuerbetrug in der Höhe von sechs Millionen Euro geleistet zu haben. Die als Komplizin angeklagte Schwester von König Felipe VI. beteuert in der Verhandlung, sie könne zur Aufklärung nur wenig beitragen. Cristina versichert: «Ich habe nichts davon gewusst und er hat sich alleine um finanzielle Angelegenheiten gekümmert.»

Fehlende Fachkenntnisse

Zudem beteuert die Angeklagte, dass ihr zu so einem Delikt die betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Fachkenntnisse fehlen. Sie sei mit der Erziehung der Kinder, ihrem Beruf und den repräsentativen Pflichten des Königshauses voll ausgelastet gewesen.

Cristina drohen bis zu acht Jahre Haft, ihrem Ehemann Iñaki Urdangarin (48) bis zu 20 Jahre Gefängnis.