Mailänder Scala: Für Alexander Pereira ein grosses Geschenk

Es war ein kurzes Gastspiel von Alexander Pereira bei den Salzburger Festspielen. 2015 geht er an die Mailänder Scala. Ein Engagement, das ihn sehr bewegt.

«Es ist natürlich ein grosses Geschenk, die Mailänder Scala leiten zu dürfen. Es ist das berühmteste Opernhaus der Welt und es bewegt mich sehr», meint Alexander Pereira am Rande des Frauenfelder Swiss Derbys, bei dem er ein eigenes Pferd ins Rennen geschickt hat, gegenüber «glanz & gloria». 

«  Als wenn ein Österreicher Uno-Generalsekretär werden würde »

Alexander Pereira
über seine neue Aufgabe

Das Engagement in Mailand komme zwar keinem Ritterschlag gleich, aber in etwa so «als wenn ein Österreicher Uno-Generalsekretär werden würde».

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Pereiras Probleme in Salzburg

Der erfahrene Theatermanager Pereira, der erst letztes Jahr von der Oper in Zürich nach Salzburg kam, galt als umstritten. Dem gebürtigen Wiener wurde unter anderem eine zu grosse Konzentration auf Wirtschaftliches vorgeworfen. Mit dem Kuratorium der Festspiele gab es zuletzt auch Querelen wegen des Budgets.

So sehr sich der 65-Jährige auch auf seine neue Aufgabe an der Mailänder Scala freut, umso mehr hinterlässt er in Salzburg verbrannte Erde. Bei den Festspielen hätte Pereira noch bis 2016 einen Vertrag gehabt. Ursprünglich hätte er beide Häuser parallel leiten wollen. Doch für Salzburg kam «Bigamie» nicht in Frage und deshalb lösten die Verantwortlichen am Dienstag den Vertrag mit ihm auf Ende September 2014 vorzeitig auf.

Pereiras Freundin freut sich auf Mailand

Daniela Weisser (25) kann dieser ganze Hickhack die Freude auf den Umzug nach Italien nicht trüben. «Ich liebe Mailand. Es ist so schön. Die Leute sind so nett und dort leben so viele Studenten und machen genau das, was ich auch mache – studieren.» Und das Shopping-Angebot ist sicher auch grösser als in der Mozartstadt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Frauenfeld feuert an

    Aus glanz und gloria vom 12.6.2013

    Dass Alexander Pereira ein Liebhaber der schönen Künste ist, liegt auf der Hand. Dass der ehemalige Intendant des Zürcher Opernhauses auch ein leidenschaftlicher Pferdenarr ist, weniger. Tatsächlich besitzt der gebürtige Österreicher selber Rennpferde und ist oft an Rennen anzutreffen. In Frauenfeld drückte er seiner Rennstute Baroness Daniela die Daumen. Dass sie den gleichen Namen trägt wie seine Herzdame, soll Pereira an diesem Tag viel Glück bringen.