Managerin Kehm: Schumi noch immer nicht wach

Der Zustand des verunglückten Rekordweltmeisters Michael Schumacher bleibt unverändert.

Michael Schumacher Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Liegt seit über zwei Monaten im Koma Michael Schumacher. Reuters

«Michael ist nach wie vor in der Aufwachphase, sprich: Er ist noch nicht aufgewacht», sagte seine Managerin Sabine Kehm am Sonntag zum Saisonauftakt der Formel 1 in Melbourne in einem Interview dem TV-Sender RTL.

«  Wir akzeptieren, dass es lange dauern kann. »

Sabine Kehm
Michael Schumachers Managerin

«Wir warten natürlich darauf, aber wir haben gelernt und akzeptieren auch, dass es lange dauern kann. Das ist für uns okay», führte Kehm aus. Schumacher war am 29. Dezember im französischen Méribel beim Skifahren auf den Kopf gestürzt. Er erlitt dabei ein schweres Schädel-Hirntrauma. Schumacher war noch am selben Tag im Universitätskrankenhaus von Grenoble notoperiert worden. Seitdem liegt der 45 Jahre alte zweifache Familienvater im künstlichen Koma.

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Die Familie sei wahnsinnig stark, «die lassen sich ihren Mut nicht nehmen», so Kehm in dem Interview in Grenoble weiter. «Sie sind jeden Tag hier. Sie sind tapfer, nehmen das einfach an und versuchen, mit Michael gemeinsam da irgendwie durchzukommen.»

Felipe Massa denkt viel an Schumi

Auch Felipe Massa will seinen ehemaligen Formel-1-Kollegen Michael Schumacher so schnell wie möglich wieder im Krankenhaus in Grenoble besuchen. «Ich werde wieder hinfahren, sobald es meine Zeit irgendwie erlaubt», sagte der Brasilianer in einem Interview der «Bild am Sonntag»: «Michael und ich sind sehr eng befreundet, wir haben viel zusammen durchgemacht.»

«  Michael hat mir alles beigebracht. »

Felipe Massa
Formel-1-Rennfahrer

Massa und Schumacher, hatten 2006 das Renn-Duo bei Ferrari gebildet. 2002 war Massa bei Sauber eingestiegen. «Er war ein wichtiger Mensch in der Zeit, als meine Karriere in der Formel 1 vor zwölf Jahren begann. Wir waren immer zusammen. Michael hat mir alles beigebracht», betonte Massa, der Schumacher schon einmal in der Universitätsklinik besucht hat. Das sei sehr bewegend gewesen.

Massa und Vettel tragen Schumi-Logo auf Helm

Beim Auftakt-Grand-Prix in Australien trug Massa wie auch Titelverteidiger Sebastian Vettel das Schumacher-Logo mit den Initialen des Rekordchampions auf dem Helm. «Egal, wie schnell dein Auto fährt, wir dürfen die wichtigen Dinge im Leben nicht vergessen. Ein guter Freund von mir kämpft weit weg von uns um sein Leben. Wir müssen jeden Tag beten, dass Michael aufwacht», sagte Massa.