Samuel Koch: Fortschritte und Familienbesuch

Der verunfallte «Wetten, dass..?»-Kandidat Samuel Koch durfte am Wochenende für zwei Tage nach Hause zu seiner Familie. Dort sprach er über seine gesundheitlichen Fortschritte – und die Trennung von seiner Freundin.

Seit dem 11. Dezember 2010 wohnt Samuel Koch in einem Zimmer im Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil. Am Wochenende durfte er endlich wiedermal seine Familie besuchen, im 92 Kilometer entfernten deutschen Dörfchen Eifringen-Kirchen.

Samuel Koch Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gute Nachrichten Samuel Koch macht Fortschritte. Keystone

Schmerzen lassen nach

Und es gibt erfreuliche Nachrichten: In der Zwischenzeit hat Samuel Koch wieder ein paar gesundheitlichen Fortschritte gemacht, wie er der «Bild am Sonntag» erzählt. «Seit drei Wochen lassen meine Schmerzen nach. Darüber bin ich sehr glücklich», so der 23-Jährige. Doch damit nicht genug: Mittlerweile könne er seine Arme wieder heben. Samuel Kochs Mutter erklärt, dass die Muskeln in den Schultern stärker geworden seien und Samuels Hebebewegungen ausführen könne.

Bei Bewegungsdrang kriegt Samuel Koch die Krise

Dennoch hat er täglich mit seinem Schicksal zu kämpfen. «Wenn ich Bewegungsdrang verspüre, kriege ich die Krise. Das ist eine ganz eklige Situation, eine innere Unruhe, die ich nicht besiegen kann», erklärt Samuel Koch. 

Deshalb hat er sich auch von der jungen Frau getrennt, «mit der es oft sehr schön war». Die beiden kannten sich seit einem Jahr. Als Samuel Koch am 4. Dezember 2010 bei seiner Wette in der Sendung «Wetten, dass..?» stürzte, sass sie sogar im Publikum. «Sie soll einen Freund haben, der neben ihr einschläft und aufwacht, mit ihr ins Kino und tanzen geht. Das kann ich ihr nicht bieten.»

Der tragische Unfall

Samuel Koch war am 4. Dezember 2010 beim Versuch, in Thomas Gottschalks ZDF-Show «Wetten, dass..?» mit Sprungstelzen über ein fahrendes Auto zu hüpfen, so schwer gestürzt, dass er eine Querschnittslähmung erlitt. In seinem ersten Interview nach dem Unfall gab sich der 23-Jährige trotz des schweren Schicksalschlages motiviert. «Es hätte um einiges schlimmer werden können», sagte er damals im Gespräch mit dem deutschen Moderator Peter Hahne.