Skandal um Opernstar: Caballé wegen Steuerbetrug verurteilt

Die spanische Sopranistin Montserrat Caballé ist wegen Steuerbetrugs schuldig gesprochen worden. Sie muss mit sechs Monaten Haft rechnen.

Nichterscheinen: Monserrat Caballé bleibt Verhandlung fern

0:29 min, aus Glanz & Gloria vom 13.5.2015

Die 82-jährige Diva kommt aber mit einem blauen Auge davon: Haftstrafen von weniger als zwei Jahren werden in Spanien üblicherweise zur Bewährung ausgesetzt, sofern keine Vorstrafen vorliegen. Deshalb muss sie nicht hinter schwedische Gardinen. Eine Geldstrafe bleibt ihr allerdings nicht erspart. So muss sie insgesamt rund 346'000 Franken zahlen.

Caballé gab falschen Wohnort an

Die Staatsanwaltschaft hatte Caballé zur Last gelegt, dem Finanzamt im Jahr 2010 Steuern in Höhe von rund 540 000 Franken vorenthalten zu haben. Dabei handelte es sich um Einnahmen, die die Sängerin bei Konzerten in Deutschland, in der Schweiz und anderen Ländern erzielt hatte. Sie hatte laut Anklage den Pyrenäen-Kleinstaat Andorra als ihren Wohnsitz angegeben, in Wirklichkeit aber in Barcelona gelebt.