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International Streit um schwule Väter: Elton John vs Dolce und Gabbana

Elton John ruft zum Boykott von Dolce und Gabbana auf. Dies weil ausgerechnet die schwulen Designer ein klassisches Mutter-Vater-Familienbild propagieren.

Elton John und Dolce und Cabbana
Legende: Elton John kocht vor Wut Der Sänger fühlt sich von der Aussage der Designer Dolce und Gabbana angegriffen. Keystone

Die italienischen Modeschöpfer Domenico Dolce und Stefano Gabbana hatten in einem Interview der italienischen Zeitschrift «Panorama» ihre Ablehnung von sogenannten künstlichen Babys und «gemieteten Gebärmüttern» publik gemacht.

Damit haben sie Elton John verletzt. Der britische Sänger hat mit seinem Mann David zwei Kinder, die eine Leihmutter zur Welt gebracht hat. Auf seinem Instagram-Profil schreibt der Sänger: «Was nehmt ihr euch heraus, meine wunderbaren Kinder als ‹synthetisch› zu bezeichnen?»

Er ruft zum Boykott der Modemacher auf: «Euer altertümliches Denken ist hinter der Zeit her, genau wie eure Mode. Ich werde nie wieder Dolce und Gabbana tragen.» Unterstützt wird er unter anderem von Ricky Martin: «Eure Stimmen sind zu mächtig, um so viel Hass zu streuen. Wacht auf, es ist 2015!»

Die beiden Designer sind inzwischen ein bisschen zurückgekrebst: «Es war nicht unsere Absicht, über die Entscheidung anderer zu urteilen. Wir glauben an Freiheit und Liebe.»

Legende: Video Wenn Schwule Kinder kriegen abspielen. Laufzeit 22:54 Minuten.
Aus Reporter vom 30.03.2014.

10 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe, Gwatt
    Es darf nicht sein, dass Schwule ihre "Probleme" an Kindern auslassen. Es ist ganz klar, dass Kinder die mit 2 Vätern aufwachsen weder früher noch später ein normales Leben führen können. Ich würde gerne mal die Kinder von Elton und seinem Mann im Alltag sehen. Früher durfte man nahe Verwandte nicht heiraten, weil es dann zu Missbildungen kommt. Heute sollen sich Schwule Kinder machen lasse dürfen, die dann ebenfalls Psychisch missgebildet sein werden. Wer will in dieser Welt so viel Unordnung!
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    1. Antwort von Maja M., Zürich
      Es ist ganz klar? Sie scheinen mit dem Thema sehr betraut. Klar ist etwas, das mit Fakten belegt werden kann. Hierzu müssten Sie mit Kindern von schwulen Vätern gesprochen haben. Haben Sie wohl kaum. Es gibt viele Kinder mit homosexuellen Eltern, die sagen, sie hätten nichts vermisst. Also klar scheint hier wohl gar nichts, ausser ein allenfalls etwas festgefahrenes Weltbild ...
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    2. Antwort von Florian Menevis, Zollikon
      Es geht gar nicht um Homosexualität. Die Frage ist einfach was es für Implikationen hat wenn Kinder künstlich hergestellt werden können. Dass dies ein fundamentaler Umbruch darstellt kann man kaum bestreiteten. Das Paradoxe ist auch, dass links-grüne Kreise vehement gegen genmanipulierte Nahrung sind. Beim Umgang mit Genen des Menschen herrscht dann aber plötzlich uneingeschränkte Liberalität und Zuversicht. Dieser Wiederspruch ist bemerkenswert.
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  • Kommentar von Peter Thommen_65, Basel
    Ich verstehe nicht, warum sich alle so über Leihmutterschaften aufregen. Schon in der Bibel war Hagar für Sarah eine Leihmutter (1. Mose 16) Die ganzen Fortpflanzungstechniken wurden übrigens für Frauen entwickelt, die sich mit Kinderlosigkeit nicht abfinden konnten. Im übrigen sind auch Schwule Produkte ihrer heterosexuellen Herkunftsfamilien und denken meistens auch "heterosexuell". Das gibt natürlich Differenzen zu denjenigen, die "homosexuell" denken. Wozu also der Sturm im Wasserglas?
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  • Kommentar von Yvan Giovanni, Liestal
    Ganz offensichtlich hört die Toleranz von Sir Elton John bei seiner eigenen Haustüre auf, anders Denkende dürfen nicht anders Fühlen und nun ausgerechnet dies man kann Dolce und Gabbana nicht vorwerfen Sie seien Homophob. Also versucht „man(n)“ es mit Wirtschaftlichen Sanktionen.
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