Die grossen Oscar-Gewinner 2012: Meryl Streep und Jean Dujardin

Bei der 84. Oscar-Verleihung hat Meryl Streep wie erwartet als «The Iron Lady» das goldene Männchen gewonnen. Und Jean Dujardin durfte für seine Darbietung als abgehalfterter Stummfilmschauspieler in «The Artist» den Oscar mit nach Hause nehmen.

Meryl Streep und Jean Dujardin gewannen die Preise als beste Darsteller. Die 62-jährige Amerikanerin hat nach einem Bafta-Award jetzt auch den weltweit wichtigsten Filmpreis für ihre Verkörperung der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher erhalten. Sie war bereits zum 17. Mal nominiert, ihr letzter Oscar (für «Sophie's Choice») lag bereits 29 Jahre zurück.

Jean Dujardin gewann als erster Franzose überhaupt den Oscar als bester Schauspieler. «Wow, das ist genial, merci, formidable!», bedankte er sich für die Auszeichnung. Bereits im Vorfeld wurde der 39-jährige Franzose als Favorit in dieser Kategorie gehandelt.

Ein Fest für «The Artist» – Fünf Oscars an die Franzosen

Der französische Stummfilm «The Artist» ist der beste Film des Jahres. Das Werk des französischen Regisseurs Michel Hazanavicius wurde in der Nacht zum Montag in Hollywood mit dem wichtigsten Kinopreis der Welt ausgezeichnet. Es ist 83 Jahre her, dass zuletzt ein Stummfilm mit dem Haupt-Oscar prämiert wurde.

Insgesamt vergab die amerikanische Filmkunst-Akademie fünf Preise an die Geschichte über einen Stummfilmstar, der an der Einführung des Tonfilms scheitert. Darunter auch der Preis für die «Beste Regie».

Christopher Plummer ältester Gewinner

Eine andere Bestmarke setzte der Kanadier Christopher Plummer. Mit 82 Jahren nahm er die Trophäe als bester Nebendarsteller in «Beginners» entgegen und ist damit der bisher älteste Gewinner in dieser Kategorie.

Als beste Nebendarstellerin freute sich Octavia Spencer über den «Goldjungen». Die 39-jährige US-Amerikanerin stach mit ihrer Leistung als Dienstmädchen in dem Rassendrama «The Help» unter anderem Bérénice Bejo aus dem Stummfilm «The Artist» aus. Es war ihr erster Oscar. Die Afro-Amerikanerin bedankte sich unter Tränen für den «heissesten Kerl im Saal».