Für Rauch in Avatar & Co.: Schweizer Forscher bekommt einen Oscar

Ein spezieller Moment für Markus Gross: Für seine Spezialsoftware, mit der sich Rauch und Explosionen in Filmen besser darstellen lassen, erhält der Schweizer Forscher den Tech-Oscar.

ETH-Forscher Markus Gross Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Half bei «Man of Steel» Der Forscher Markus Gross sorgt für Spezialeffekte in Hollywood-Streifen. ZVG

Der Preis ist eine echte Überraschung für Markus Gross: «Mir war bewusst, dass unsere Technologie in vielen Hollywood-Produktionen eingesetzt wird, dennoch habe ich nicht mit dieser Auszeichnung gerechnet», sagt der ETH-Professor. Schon über 20 Hollywood-Grossproduktionen haben von Gross' Programm Gebrauch gemacht, darunter Kassenschlager wie «Avatar» und «Sherlock Holmes». Auch die kommenden Action-Fime «Iron Man 3» und «Man of Steel» setzen auf die Technologie des Zürcher Professors.

Markus Gross ganz gross in Hollywood

Dank der Software sei die Animation von Feuerbällen, Rauch oder Vulkaneruptionen für Filme viel einfacher als bisher. Bevor es die Schweizer Erfindung gab, brauchten Filmstudios Stunden oder Tage, um solche Effekte künstlich am Computer zu erzeugen, wie die ETH mitteilte. Die Software von Markus Gross hat sich innert weniger Jahre als Standard in Hollywood etabliert.

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Ausschnitt «Avatar» mit digitalem Schweizer Rauch

0:09 min, vom 10.1.2013

Markus Gross, sein ehemaliger Postdoktorand sowie zwei weitere Forscher aus den USA werden dafür nun mit dem Technik-Oscar für die sogenannte «Wavelet Turbulence-Software» ausgezeichnet. Die Vergabe des Preises findet zwei Wochen vor der «eigentlichen» Oscar-Verleihung in Beverly Hills statt.