Ist Madeleines Verlobter in unseriöse Geschäfte verwickelt?

Wenn man in die schwedische Königsfamilie einheiratet, muss man damit rechnen, gehörig unter die Lupe genommen zu werden. Genau so ergeht es jetzt Chris O'Neill, dem Verlobten von Prinzessin Madeleine. Ihm wird Steuerhinterziehung vorgeworfen.

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Bildlegende: Heirat in die Königsfamilie Die Schweden nehmen den Verlobten von Prinzessin Madeleine genau unter die Lupe. zVg

Eine schwedische Wirtschaftszeitung will herausgefunden haben, dass Chris O'Neill an unseriösen Geschäftspraktiken beteiligt sein soll. Denn seine Firma ist auf den Cayman Islands angemeldet und der amerikanische Firmensitz liegt im US-Bundesstaat Delaware – beide Orte sind bekannte Steueroasen.

Königshof reagiert auf Vorwürfe gegen Chris O'Neill

Aufgrund dieser Gerüchte sah sich der schwedische Königshof nun verpflichtet, im Namen von Madeleines Verlobtem zu reagieren. «Chris O'Neill ist US-Bürger und bezahlt an seinem Wohnsitz New York seine Steuern. Das gesamte Einkommen, das er weltweit generiert, wird in New York versteuert», heisst es in der mit «Kommentar von Christopher O'Neill» überschriebenen Stellungnahme auf der royalen Homepage. Im Klartext sagt der Hof damit, Madeleines Zukünftiger profitiere nicht von den tiefen Steuersätzen der Karibik-Insel. Des Weiteren sei es für Investment-Firmen üblich, ihren Sitz auf den Cayman-Inseln zu haben. Zum Ruf der Insel als Steueroase sagt der Hof nichts.

Zieht sich Chris O'Neill aus dem Bankenbusiness zurück?

Um keine weiteren Schlagzeilen zu riskieren will Chris O'Neill in Zukunft absehen von Geschäften mit schwedischen Firmen und von Geschäften, in die die schwedische Börse involviert ist. Dies teilt der Hof offiziell mit.

Vielleicht ist das schon ein erstes Zeichen, dass sich der 38-Jährige nach der Hochzeit mit Prinzessin Madeleine ganz aus dem Business zurückziehen wird.