Prinz Haakon: Kurzbesuch in der ehemaligen Kriegsregion

Eigentlich wollen der Thronfolger und seine Frau Mette-Marit in Vietnam primär Kontakte knüpfen für die norwegische Wirtschaft. Doch plötzlich wurde die Reise noch karitativ.

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Fussballspiel auf geräumtem Feld: Haakon und Mette-Marit

0:54 min, vom 21.3.2014
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Gefährliches Kriegserbe

Vietnam gehört 40 Jahre nach dem Krieg noch immer zu den Ländern mit der meisten Blindgängermunition. Wegen des Bevölkerungswachstums steigt das Unfallpotenzial. Weltweit sterben allein wegen Landminen 15'000 Menschen pro Jahr.

Haakon und Mette-Marit von Norwegen beim Fussballspiel mit Schulkindern. Die Idylle täuscht. Das Feld, auf dem sich die Royals am Donnerstag aufhalten, ist gerade erst von Blindgängern und Minen geräumt worden. Die Aufräumaktionen sind teuer.

Deswegen hat Haakon vor drei Jahren bei einer Spendenaktion im norwegischen Fernsehen mitgeholfen. Haakon war Patron der Sammlung, die einheimische Hilfsorganisationen ins Leben gerufen haben, um die Felder in Vietnam von Minen zu befreien. Wie gefährlich die Situation vor Ort ist, erfahren die Royals gleich selbst.

Mette-Marit sprengt Blindgänger

Die Kronprinzessin höchstpersönlich sprengt einen gefundenen Blindgänger in die Luft. Haakon seinerseits erfreut sich an der Arbeit der norwegischen Hilfsorganisationen: «Was die hier leisten, ist enorm.» Doch eigentlich sind er und seine Frau als Türöffner in Vietnam. Sie sollen der norwegischen Wirtschaft helfen, Geschäftsbeziehungen zum Boom-Staat aufzubauen.