William und Kate verärgern Neuseelands Ureinwohner

Im April reisen Prinz William und Herzogin Catherine mit Sohn George nach Australien und Neuseeland. Der Trip hat im Vorfeld jedoch diplomatische Verstimmungen ausgelöst.

Prinz William und Herzogin Catherine Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auf nach Down Under Für William und Kate heisst es bald Koffer packen. Reuters

Zusatzinhalt überspringen

Tuheitia Paki

Tuheitia Paki, König der Maori

Reuters

Neuseeland gehört dem Commonwealth an, Queen Elizabeth II. ist das Staatsoberhaupt. Die Maori, die Ureinwohner Neuseelands, hatten 1858 erstmals ihren eigenen König ernannt. Tuheitia ist ein Nachfahre des ersten Königs und wurde 2006 gekrönt. Vor seiner Zeit als König war er Manager und kultureller Berater an einer Universität.

Tuheitia Paki ist König der Maori von Neuseeland. Er hat zwar keine rechtlichen Befugnisse. Sein Status aber ist von grosser symbolischer Bedeutung. Darum stand auch ein Besuch bei Tuheitia von Prinz William und Kate während ihrer Neuseeland-Reise auf dem Programm. Eigentlich. Denn Tuheitia hat den Termin abgesagt.

Erste Auslandsreise von Prinz George

Das Büro des Königs habe ein Treffen abgelehnt, weil das Prinzenpaar dafür nur 90 Minuten eingeplant habe, sagte Neuseelands Premierminister John Key. «Das ist sehr enttäuschend». 90 Minuten seien ein «sehr grosszügiger» Zeitrahmen angesichts des vollgepackten Terminplans von William und Kate. Tuheitia aber sieht das anders. 90 Minuten sind ihm nicht lang genug.

Ob sich die Wogen bis April wieder glätten? In Neuseeland weilen William, Kate und Sohnemann George vom 7. bis 16. April. Dann geht es weiter nach Australien. Für den Kleinen ist es die erste Auslandsreise, die er mit seinen Eltern unternehmen wird – wenn auch er nicht viel davon mitbekommen wird, zu klein ist er noch. Im Sommer wird er eins.