Skandal: Diese Promis haben uns 2015 erschüttert

Ob Charlie Sheens HIV-Geständnis oder der Hitlergruss der Queen: 2015 dominierten einige Promi-Skandale die Medien. Die besten im Überblick.

Cornelia Boesch kippt um

Während der «Tagesschau»-Hauptausgabe vom 25. Januar wird der Moderatorin schwarz vor Augen. Sie bricht im Studio zusammen. Ihr Kollege Sascha Ruefer springt mit den Sportnachrichten in die Bresche. Dann wird die Tagesschau vorzeitig abgebrochen. Das mediale Echo darauf ist riesig. Boesch fällt knapp zwei Wochen krankheitsbedingt aus. Danach heisst es für sie wieder «business as usual.»

Harald Schmidt teilt aus

Harald Schmidt blickt desinteressiert in die Ferne während einer Aufzeichnung von Wetten Dass. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Spitze Zunge Harald Schmidt klopft gerne Sprüche, kann aber auch gut einstecken. Reuters

Im Februar übernimmt der ehemalige Late-Night-Talker zweimal die Moderation des «Kulturplatz». Und auch der Talkshow von Roger Schawinski stattet Schmidt einen Besuch ab. Die beiden verbindet eine jahrelange Hassliebe.

Denn als Roger Schawinski 2003 seinen Chefsessel bei einem deutschen Privatsender bezog, reichte Schmidt seine Kündigung ein. «Ich kann nichts dafür, dass Schawinski 1,20 Meter gross ist und es in Deutschland nicht geschafft hat», so der 1,94 Meter grosse Schmidt gegenüber «G&G». Und die Retourkutsche von Schawinski folgt prompt.

Der Sieg kümmert ihn einen Dreck

Andreas Kümmert streckt beide Arme zu einem V aus. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Keinen Bock Andreas Kümmert schickt die Zweitplatzierte Ann Sophie nach Wien. Die erhält in Österreich null Punkte. Keystone

Anfangs März gewinnt Andreas Kümmert den deutschen ESC-Vorentscheid. Doch dann lässt er auf der Bühne eine Bombe platzen. Er habe keine Lust, nach Österreich zu fahren. Er übergibt seinen Titel der Zweitplatzierten. In der Folge gerät der Musiker in einen Shitstorm, wird von allen Seiten kritisiert und schlägt auf Facebook zurück. «Eure Äusserungen bestätigen mir meine Meinung zu dieser Gesellschaft. Ihr passt alle perfekt in diesen Apparat!!!!»

Irina Beller zum Zweiten

Ende März feiert «Glanz & Gloria» zehnjährigen Geburtstag. Mit dabei: zehn Überraschungsgäste für Dani Fohrler. Darunter einer, auf dessen Anwesenheit er hätte verzichten können: Irina Beller. Denn das erste Zusammentreffen der beiden 2014 endete katastrophal. Mit einem lauten «Nein, Hilfe» kommentiert der Moderator das Auftauchen der 42-Jährigen im Studio. Irina Beller will einlenken. «Letztes Mal war Provokation, dieses Mal geht es um Perfektion.». Aber nicht mit dem Solothurner. «Nein, du hast provoziert», stellt er klar. Auf ein Küsschen mit ihr lässt er sich erst recht nicht ein.

Geteiltes Bild: Links Shaqiri im Anzug, rechts zusammen mit dem Imam. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Distanziert sich vom Radikalismus Fussballer Xherdan Shaqiri. Keystone/Facebook

Shaqiri und der umstrittene Imam

Im Juni lässt sich Fussballer Xherdan Shaqiri im Kosovo mit einem Imam ablichten. Pikantes Detail: Der Imam wurde 2014 wegen Verdacht auf terroristische Aktivitäten verhaftet, danach aber umgehend wieder freigelassen.

Im Netz gehen nach der Veröffentlichung des Bildes die Wogen hoch. Shaqiri sieht sich gar gezwungen, Stellung zu beziehen. Er habe nicht gewusst, dass der Imam mit Terrorismus in Verbindung gebracht worden sei. Er könne nicht jeden Fan auf seinen Charakter oder Vorstrafen überprüfen.

Skandal um die junge Queen

Im Juli kommt ein Skandal ans Tageslicht, der England erschüttert. Die Zeitschrift «Sun» veröffentlicht ein Video, in dem die Queen den Arm zum Hitlergruss in die Höhe streckt. Aufgenommen wurde es 1933 oder 1934 auf dem Landsitz Balmoral. Der Palast ist empört. «Es ist enttäuschend, dass der Film, der vor 80 Jahren aufgenommen wurde und offensichtlich aus dem persönlichen Familienarchiv stammt, beschafft und auf diese Weise ausgeschlachtet wurde», so ein Sprecher. Ein ehemaliger Pressesprecher der Queen ergänzt, man müsse die Bilder im Kontext betrachten. Damals habe niemand gewusst, was Ende der 1930er-Jahre geschehen werde.

Charlie Sheens HIV-Geständnis

Charlie Sheen in einem schwarzen Anzug mit bedrückter Miene. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bewegender Auftritt Charlie Sheen ringt während seines Auftritts um Worte. WENN

«Ich bin hier, um zu bestätigen, dass ich HIV-positiv bin», so Charlie Sheen in der «Today»-Show auf dem US-Sender NBC am 17. November. Seit vier Jahren wisse er von seiner Infektion.

Er habe Menschen Geld gezahlt, damit sie sein Geheimnis für sich behalten. «Es hat mich Millionen gekostet. Das ist Geld, das meinen fünf Kindern genommen wurde», so der 50-Jährige. Seit er von der Infektion wisse, habe er jeder Sexpartnerin gesagt, dass er infiziert sei, stellt er im Interview klar. Auch habe er nicht einmal vergessen seine Tabletten zu schlucken. Nach einer erkannten HIV-Infektion lassen sich Ausbruch und Symptome von Aids mit Medikamenten unterdrücken.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Das war «Glanz & Gloria» 2015 – sie haben für Aufregung gesorgt

    Aus glanz und gloria vom 30.12.2015

    «Glanz & Gloria» schaut zurück auf die denkwürdigsten Momente, die uns die Schweizer und internationale Prominenz im laufenden Jahr bescherte. Im fünften Teil unserer Jahresrückschau lassen wir die Geschichten nochmals Revue passieren, die für bizarre Schlagzeilen gesorgt haben – ein Schauspieler, der von Unbekannten verprügelt wird oder eine Moderatorin, die vor laufender Kamera in Ohnmacht fällt.