Adieu: Von diesen Persönlichkeiten nahmen wir 2014 Abschied

Im Jahr 2014 nahmen wir von vielen prominenten Persönlichkeiten Abschied: HR Giger, Udo Jürgens und Joe Cocker. Robin Williams setzte seinem Leben diesen Sommer freiwillig ein Ende, während sowohl Philip Seymour Hoffmann als auch Peaches Geldof an einer Überdosis Herion starben.

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Joe Cocker: 20.5.1944 - 22.12.2014

Der Sänger mit der Reibeisen-Stimme begann seine Karriere am legendären Woodstock-Festival. Dort sang er seinen Kulthit, das Beatles-Cover «With A Little Help From My Friends». In den 70ern tourte Cocker zeitweise ohne Pausen - psychische Probleme und Drogenmissbrauch waren die Folge. Cocker wurde vom Musikmagazin Rolling Stone zu einem der «100 besten Sänger aller Zeiten» gekürt. Zuletzt lebte der Sheffielder mit seiner Frau Pam Baker, mit der er seit 1987 verheiratet war, auf einer Ranch in den USA. Jahrelang litt der Musiker an Krebs. Den Kampf gegen den Alkohol und die Drogen gewann er, den gegen den Krebs hat er nun verloren.

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Udo Jürgens: 30.9.1934 - 21.12.2014

Lieder wie «Griechischer Wein» oder «mit 66 Jahren» gingen in die Geschichte ein. Udo Jürgens hatte aber stets mehr zu bieten als Schlager. Ihm war es wichtig, auch in seinen Liedern seine Meinung kundzutun. Der Durchbruch gelang ihm mit «Merci, Chérie». Im Laufe seiner Karriere komponierte Jürgens mehr als 1000 Songs, von denen etliche zu Superhits wurden. Er spielte mehr als 50 Alben ein und verkaufte über 100 Millionen Tonträger. Udo Jürgens hat seinen Lebensmittelpunkt ab 1978 in die Schweiz verlegt. Im Kanton Thurgau verstirbt er 80-jährig völlig überraschend an Herzversagen.

Beny Rehmann: 11.9.1936 - 19.12.2014

Der Trompeter und Bandleader gehörte in den 80er Jahren zu den erfolgreichsten Musikern der Schweiz. Mehr als 300 Stücke hat er komponiert und 15 goldene Schallplatten, Platin und Doppelplatin erhalten. Nach 1993 trat er dann als Solist auf. Rehmann hatte jedoch schon lange mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. 2006 erlitt der Musiker einen Hirnschlag, im Spätherbst 2014 liess er sich seinen rechten Unterschenkel amputieren.

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Oscar de la Renta: 22.7.1932 – 20.10.2014

Der Designer zählte zu den einflussreichsten Modeschöpfern des 20. Jahrhunderts. Seine Roben verschönerten Frauen von Michelle Obama und Jackie Kennedy über Oprah Winfrey bis zu Penélope Cruz und Sarah Jessica Parker. Zuletzt entwarf er das Hochzeitskleid von Amal Clooney, die im Herbst ihren George ehelichte. Oscar de la Renta hat bis zu seinem Tod gearbeitet. 2006 wurde beim Modemacher Krebs diagnostiziert.

Blacky Fuchsberger: 11.3.1927 – 11.9.2014

Joachim Fuchsberger war einer der grossen Unterhalter. Er war durch seine Rollen in den Edgar-Wallace-Verfilmungen wie «Die toten Augen von London» bekannt geworden. Er moderierte die Talkshow «Heut' abend» und die ARD-Quizshow «Auf Los geht's los». Im Jahr 2013 erlitt er einen zweiten Schlaganfall und sagte damals, er fürchte sich nicht vor dem Tod: «Ich kenne ihn, er ist ein Freund geworden.» 1954 heiratete Fuchsberger die Schauspielerin Gundula Korte. 60 Jahre lang gingen sie gemeinsam durch Höhen und Tiefen.

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Joan Rivers: 8.6.1933 – 4.9.2014

Vor Joan Rivers war in Hollywood niemand sicher: So feuerte die Komikerin und Kritikerin giftige Kommentare von roten Teppichen ab. Oftmals tat sie das zusammen mit ihrer Tochter Melissa. Sie war es auch, die den Tod ihrer Mutter bekanntgab. Sie starb im künstlichen Koma, nachdem sie während einer Stimmbandoperation einen Atemstillstand erlitten hatte.

Robin Williams: 21.7.1951 – 11.8.2014

Als muntermachender Kriegs-Radioreporter in «Good Morning Vietnam» gelang dem einstigen Stand-up-Comedian 1987 der grosse Durchbruch. Es folgten viele internationale Erfolge wie «Dead Poets Society», «Mrs. Doubtfire» oder «Good Will Hunting», für den Williams 1997 den Oscar gewann. Robin Williams hatte immer wieder mit seiner Drogen- und Alkoholsucht zu kämpfen. Er litt sowohl unter Depressionen als auch an Parkinson in einer frühen Phase. Mit 63 Jahren setzte der Schauspieler seinem Leben ein Ende. Robin Williams war in dritter Ehe mit Susan Schneider verheiratet und hinterlässt drei Kinder.

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Dietmar Schönherr: 17.5.1926 – 18.7.2014

Die Quizshow «Wünsch dir was» machte ihn bekannt: Dietmar Schönherr. Im Sommer ist der österreichische Moderator, Schauspieler, Friedensaktivist und Entwicklungshelfer auf der spanischen Ferieninsel Ibiza gestorben.

Eli Wallach: 7.12.1915 – 24.6.2014

Der Schauspieler Eli Wallach hat über Jahrzehnte das Bild des Ganoven im Film geprägt. 2010 hat er für seine Verdienste den Ehrenoscar für sein Lebenswerk erhalten.

Karlheinz Böhm: 16.3.1928 – 29.5.2014

Als Kaiser Franz Joseph in den «Sissi»-Filmen wurde er weltberühmt. Zwar drehte er noch viele Filme, doch die Rolle des adligen Österreichers konnte er nie ganz abstreifen. Seine grosse Leidenschaft galt später Afrika. Karlheinz Böhm fand in seiner Äthiopienhilfe eine Lebensaufgabe. 1991 heiratete er seine Frau Almaz und er war Vater von sieben Kindern.

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HR Giger: 5.2.1940 – 12.5.2014

Weltberühmt wurde der Bündner mit seinen Figuren, die er für Filme wie «Alien» (1980) oder «Species» (1989) erschaffen hatte. 1980 erhielt HR Giger einen Oscar in der Kategorie «beste visuelle Effekte». Giger hatte stets eine Faszination für das Surreale und Makabre. Der Künstler erlag im Mai seinen Verletzungen, die er sich bei einem Sturz zugezogen hatte. HR Giger war mit Carmen Scheifele verheiratet.

Heinz Schenk: 11.12.1924 – 1.5.2014

Der «Blaue Bock» machte ihn zu einer der bekanntesten Fernsehfiguren, sein hessischer Dialekt bleibt unvergessen. Der frühere Fernsehmoderator und Entertainer Heinz Schenk starb in seinem Wohnort Wiesbaden. Schenks Ehefrau Gerti war im vergangenen Dezember im Alter von 85 Jahren gestorben. Das Paar war 62 Jahre lang verheiratet.

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Peaches Geldof: 13.3.1989 – 7.4.2014

Die Tochter des irischen Rockmusikers Bob Geldof arbeitete als Moderatorin und Modell. Mit 25 Jahren starb sie an einer Überdosis Heroin. Bereits ihre Mutter Paula Yates starb im Jahr 2000 an Herion. Peaches hinterlässt ihren zweiten Ehemann Tom Cohen und zwei Söhne im Alter von elf und 23 Monaten.

Mickey Rooney: 23.9.1920 – 6.4.2014

Der Schauspieler hat in seinem Leben mehr als 200 Filme gedreht, seine Karriere dauerte über 80 Jahre. Er ist mit vier Sternen auf dem «Hollywood Walk of Fame» vertreten und trat acht Mal vor den Traualtar. Die letzte Ehe hielt über 30 Jahre.

Peter Liechti: 8.1.1951 – 4.4.2014

Er galt als einer der bedeutendsten Schweizer Filmschaffenden der Gegenwart. Noch im März 2014 gewann der 63-Jährige für seinen letzten Film «Vaters Garten. Die Liebe meiner Eltern» den Schweizer Filmpreis. Anfang April ist er nach langer Krebs-Krankheit in Zürich gestorben.

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L'Wren Scott: 28.4.1964 – 17.3.2014

Sie war Designerin, Model und seit mehr als einem Jahrzehnt die Freundin von Rolling-Stones-Sänger Mick Jagger. Die 49-Jährige hat sich in New York erhängt. Mick Jagger machte seine Trauer auf Social-Media öffentlich.

Philip Seymour Hoffmann: 23.7.1967 – 2.2.2014

Er war einer der grossen Charakterdarsteller in Hollywood. Für seine Rolle in «Capote» heimste er 2006 einen Oscar ein. Philip Seymour hatte massive Drogen- und Alkoholprobleme, aus denen er nie ein Geheimnis machte. Der 46-Jährige wurde mit einer Spritze im Arm leblos in New York aufgefunden.

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Maximilian Schell: 8.12.1930 – 1.2.2014

Der Schauspieler und Regisseur gewann 1962 den Oscar als bester Hauptdarsteller in «Das Urteil von Nürnberg». Der schweizerisch-österreichische Schauspieler war Anfang Februar im Alter von 83 Jahren im Klinikum Innsbruck an den Folgen einer plötzlichen und schweren Erkrankung gestorben. Der gebürtige Wiener lebte zuletzt gemeinsam mit seiner um 47 Jahre jüngeren deutschen Ehefrau im österreichischen Preitenegg.