Isabella Schmid: Ablenkung ist für Kranke die beste Medizin

Schauspielerin Isabella Schmid wünscht sich mehr Normalität im Umgang mit Kranken. Die 41-Jährige hatte selbst Krebs. Die Anteilnahme am Krankenbett sei ja gut gemeint, doch oft würden Kranke dadurch immer wieder an ihr Leiden erinnert.

Chemotherapie, tagelange Übelkeit oder Schwächeanfälle. Als Isabella Schmid an Eierstock-Krebs erkrankte, stand die Welt für sie Kopf. Sie hatte alles: Tolle Rollen und privates Glück. Mit der Krebs-Diagnose wagte sie kaum mehr, an ihre Zukunft zu denken. Doch die Schauspielerin hat es geschafft. Heute gilt Isabella Schmid als geheilt.

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Isabella Schmid spricht aus eigener Erfahrung

0:34 min, vom 28.11.2012

Seit 2005 organisiert Isabella Schmid die Veranstaltung «Cinema for Life». In Zürich sorgen Prominente für Lichtblicke im Leben von Krebskranken, indem sie ihnen Geschichten vorlesen oder Musik machen. Ablenkung sei für Kranke ebenso wichtig wie eine optimale medizinische Betreuung, meint Isabella Schmid, und spricht dabei aus eigener Erfahrung.

Isabella Schmid fehlte die Normalität

«Als ich in dieser Situation war, fehlten mir die Momente, normal zu sein. Einfach so zu tun, als ob man gesund ist», erklärt Isabella Schmid am Rande der Veranstaltung gegenüber glanz & gloria. Man wisse ja selbst, dass man dann wieder in die Therapie müsse.

Die Nebeneffekte einer Krebserkrankung sind oft noch lange nach der offiziellen Genesung spürbar. Die von der Chemotherapie geschwächten Organe erholen sich nur langsam. Gerade deshalb ist es für Isabella Schmid wichtig, dass Krebspatienten von ihrem Umfeld nicht dauernd an ihr Schicksal erinnert werden.

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