Léon Huber ist tot

Der ehemalige «Tagesschau»-Moderator starb nach langer Krankheit. Er wurde 79 Jahre alt.

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Ein Blick aufs Leben von Léon Huber

2:38 min, vom 7.12.2015
Leon Huber blickt neutral in die Kamera, Schwarz-Weiss-Bild Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Léon Huber 33 Jahre lang sprach er mit ruhiger, klarer Stimme die Tagesschau. Keystone

Léon Huber ist tot. Er verstarb am 27. November an den Folgen eines langen Nierenleidens und eines Sturzes mit Rippenbruch, wie ein guter Freund gegenüber «G&G» bestätigt. Huber wurde am 3. Dezember im engsten Familienkreis auf einem Zürcher Friedhof beigesetzt.

«Mein Mann ist nun in einem Familiengrab bestattet. Das Grab liegt auf dem Friedhof etwas abseits. Es hätte ihm gefallen, denn er liebte die Stunden für sich», so seine Frau Verena Huber gegenüber «SRF».

Herr der dezenten Mimik

Huber wurde aufgrund seiner Beliebtheit oft auch «Mister Tagesschau» genannt. Von 1963 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1996 moderierte er die «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens.

Der gelernte Schauspieler war für seine minimale Mimik, für seine ruhige Art und seine perfekte Aussprache bekannt. Seine Contenance behielt er sogar, als am 3. Mai 1981 maskierte Demonstranten das «Tagesschau»-Studio stürmten.

Die turbulente Ehe des Fernseh-Stars

Léon Huber hinterlässt eine Tochter. Mit seiner Frau Verena lebte er über dreissig Jahre in turbulenter Ehe. Oftmals wurden die Liebes-Krisen in der Boulevard-Presse ausgetragen. Zu einer Scheidung kam es allerdings nie. Seine Frau stand dem Fernseh-Mann bis zuletzt treu zur Seite. «Ich habe ihn bis in den Tod begleitet. Wir haben an seinem Todestag kurz vor neun Uhr morgens telefoniert. Schon da fühlte er sich schwach. 40 Minuten später erhielt ich von den Ärzten die Todesnachricht».