Marco Grob: Erschütternde Ausstellung bei der UNO

Der Oltner Fotograf hatte schon alle vor der Linse: Barack Obama, George Clooney, Kanye West. Sein jüngster Einsatz war weit weniger glamourös. Marco Grob fotografierte Landminen-Opfer in Mali.

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Bleibende Eindrücke: Marco Grob

0:36 min, vom 30.3.2014

Anfang Februar ist Marco Grob nach Mali aufgebrochen. Im Auftrag der UNO. Er sollte Fotos machen für eine Ausstellung in New York am 4. April, dem internationalen Landminentag. Landminen-Opfer zusammen mit Familien. In einer Region, die noch immer von Islamisten terrorisiert wird.

«  Es gab mehrere schlaflose Nächte. Auch Tränen sind geflossen. »

Marco Grob
Fotograf

Einmal musste er am frühen Morgen geschützt von einem Militärkonvoi die Oasenstadt Timbuktu verlassen. Aus Angst vor einem Anschlag. Doch die Opfer selbst haben den 49-Jährigen noch stärker beschäftigt: «Ich hatte mehrere schlaflose Nächte. Auch Tränen sind geflossen». Doch Grob liess sich davon nicht beirren. Er wollte hinschauen.

Marco Grob will auch in Zukunft den Spagat zwischen Promiwelt und Kriegsgebieten machen. Einerseits möchte er in diesem Jahr noch nach Somalia reisen. Andererseits würde er drei Persönlichkeiten gerne noch vor die Kamera kriegen: Fidel Castro, Queen Elizabeth und Papst Franziskus.