Pepe Lienhard: «Wir haben auf der leeren Reeperbahn gespielt»

Am 23. März wird Pepe Lienhard 70. Mit «Glanz & Gloria» spricht er über die Höhepunkte und Tiefschläge seiner Karriere.

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Geburtstags-Überraschung von Quincy Jones für Pete Lienhard

3:00 min, aus Glanz & Gloria vom 13.3.2016

Was machen Sie an Ihrem 70. Geburtstag?
Pepe Lienhard: Nichts Grosses. Ich habe im Moment viel um die Ohren, Ende März bin ich zu Gast in einer Fernsehsendung in Leipzig und am 11. April startet meine Schweizer Tournee «Swing Live» im KKL Luzern. Ich werde deshalb nur im engsten Kreis feiern und meine Frau wird etwas Feines kochen. An meinem 75. werde ichs dann aber krachen lassen.

Beunruhigt Sie die Zahl 70?
Lienhard: Ich trags mit Fassung. Und ich bin dankbar, dass ich nach wie vor in Form bin, eine tolle Frau habe und wir zusammen in einem schönen Haus leben dürfen. Was will man mehr?

Welche Pläne haben Sie?
Lienhard: Im Juli werde ich beim Montreux Jazz Festival mit meinem grossen Idol Quincy Jones zusammenspielen. Und im Herbst gehe ich mit meiner Big Band auf Deutschlandtournee.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem bisherigen Leben?
Lienhard: Ich bin sehr zufrieden. Gesund zu sein ist ein Riesenglück. Klar, mit 70 zwickts schon mal hier und da, aber es geht mir wirklich gut.

Bereuen Sie etwas?
Lienhard: Am Anfang meiner Karriere haben wir auf der Reeperbahn in Hamburg vor einem leeren Laden gespielt. Das war im Juni 1970 während der Fussball-WM. Der Besitzer war pleite und wir haben ewig auf unser Geld gewartet. Aber man muss auch Tiefschläge einstecken können.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Lienhard: Mir fehlt nichts zum Glück. Und ich hoffe, dass das möglichst lange so bleibt.