«Überraschungsshow»: Hunziker tröstet über Langeweile hinweg

Es war ihre Solo-Premiere im deutschen Fernsehen: Am Mittwoch moderierte Michelle Hunziker erstmals «Die grosse Überraschungsshow» und versüsste den Zuschauern die langwierige Sendung mit Charme, Witz und Herzlichkeit.

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Michelle Hunzikers Premiere von «Die grosse Überraschungsshow»

0:33 min, vom 27.3.2014

Die Erwartungen waren gross – und Michelle Hunziker wurde ihnen gerecht: Sie schaffte es, die Zuschauer über anderthalb Stunden bei Laune zu halten. Und bewies: Sie ist nicht nur hübsches Beiwerk, sondern hat auch allerhand auf dem Kasten.

Damit konnte sie das abgedroschene und streckenweise gähnend langweilige Sendungskonzept allerdings nicht retten. Zwar gab es rührende und berührende Szenen à la «Nur die Liebe zählt» oder «Happy Day» und auch lustige Momente. Doch die Show liess Originalität und Spritzigkeit vermissen.

Miserable Quote

Das schlug sich denn auch in der Quote nieder: Mit 3,2 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 10,4 Prozent erreichte «Die grosse Überraschungsshow» gerade einmal die Hälfte wie der zeitgleich im ARD ausgestrahlte Mittwochs-Spielfilm. Und ebenfalls nur gut die Hälfte der letzten und bislang schlechtesten Ausgabe von «Wetten, dass..?». Gegen ein langweiliges Sendungskonzept kann sogar eine Michelle Hunziker nichts ausrichten.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Michelle Hunziker floppt

    Aus glanz und gloria vom 27.3.2014

    Es wurde als das grosse Comeback von Michelle Hunziker beim deutschen Fernsehen angekündigt. Doch die Premiere von «Die grosse Überraschungsshow» im ZDF fiel bei den Zuschauern durch. Zumindest zahlenmässig. An der sympathischen Bernerin liegt es aber nicht, meint Max Sieber, langjähriger Showregisseur des Schweizer Fernsehens.