Der letzte Film mit Mathias Gnädinger in der Hauptrolle wurde im letzten Herbst in Japan und der Schweiz gedreht. In «Der grosse Sommer» spielt Gnädinger einen ehemaligen Schwingerkönig auf den Spuren eines Sumo-Ringers. Laut Verleih handelt es sich um ein «Feelgood-Movie über das Altern, die eigene Bestimmung und den Brückenschlag zwischen zwei Kulturen».
Gnädingers Sohn spielt mit
Die Rolle des Schwingers in jungen Jahren verkörpert Gnädingers 24-jähriger Sohn Gilles. Dieser ist nicht Schauspieler und hat ein halbes Jahr für den Auftritt trainiert.
Laut dem Regisseur Stefan Jäger ist der Film fertig gedreht und befindet sich in der Postproduktion. In zwei Monaten sei er fertiggestellt. Gemäss dem Verleih soll er im Spätsommer oder im Herbst in die Kinos kommen. Ursprünglich war der Kinostart erst Ende Januar 2016 geplant.
Unglaubliches Engagement in Japan
Gnädinger hätten die «sehr physischen Szenen» als Schwinger gereizt, sagte Jäger am Samstag vor den Medien. Er habe sich mit unglaublichem Engagement in das Film-Abenteuer in Japan gestürzt.
Während der Dreharbeiten habe er keine Sekunde daran geglaubt, dass dies die letzte Rolle Gnädingers sei, sagte Jäger. Er habe ihn als «offen, menschlich und berührend» erlebt.
Er war kein junger und busperer Mann mehr.
Wie Mathias Gnädingers Bruder Angelo an der Pressekonferenz am Samstag sagt, war er vom Film-Engagement des Schauspielers in Japan bedingt begeistert. Als der Schauspieler seinem Bruder von seiner Rolle erzählte, sagte dieser: «Du hast es aber hoch im Kopf, sechs Wochen lang in Japan drehen gehen.» Schliesslich sei er ja kein junger, busperer Mann mehr gewesen.