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In Fribourg gibt's Kunst auch im Grünen
Aus Glanz & Gloria vom 15.10.2019.
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Musealer Ausflug Schweizer Museen und ihre Direktorinnen und Direktoren

Die Schweiz ist ein Museumsland. Über 1'100 Museen setzen sich tagtäglich dafür ein, Kulturgüter zu bewahren, auszustellen und bekanntzumachen. Knapp 200 davon zeigen ausschliesslich Kunst. In einer neunteiligen Serie stellen wir Ihnen Schweizer Kunsthäuser und ihre Direktorinnen und Direktoren vor.

  • Zentrum Paul Klee und Kunstmuseum Bern – Dr. Nina Zimmer

    Die gebürtige Münchnerin weibelt schon seit 2006 im Schweizer Museumswesen. Erst am Kunstmuseum Basel als Kuratorin und seit drei Jahren als Direktorin des Zentrums Paul Klee und des Kunstmuseums Bern. So eine Doppelfunktion ist nicht immer einfach, doch die 46-Jährige lebt für die Kunst und leitet deswegen gerne zwei Häuser.

  • Bündner Kunstmuseum – Dr. Nicole Seeberger und Stephan Kunz

    Die Zugerin und der Aargauer führen seit zwei Jahren zusammen das Bündner Kunstmuseum in Chur. Dr. Nicole Seeberger kümmert sich um die administrative und kommunikative Leitung und verantwortet das Archiv. Stephan Kunz ist künstlerischer Leiter und für die Kuration neuer Ausstellungen zuständig. Querelen untereinander gibt es kaum, jeder hat seinen klar definierten Aufgabenbereich. Gemeinsam wollen sie nur eines: Die Kunst den Menschen näher bringen.

  • Kunstmuseum Basel – Dr. Josef Helfenstein

    Seit 2016 leitet der gebürtige Luzerner das Kunstmuseum Basel, eines der ältesten öffentlich zugänglichen Kunstmuseen der Welt. Der 62-Jährige ist ein Arbeitstier par excellence und verlangt von seinen 200 Mitarbeitern viel Einsatz. Der Vater zweier erwachsener Kinder liebt seinen Job als Museumsdirektor, nervt sich aber, wenn Management-Aufgaben Überhand nehmen und für die Kunst zu wenig Zeit bleibt.

  • Kunstmuseum Luzern – Fanni Fetzer

    Die Bündnerin ist die Quereinsteigerin unter den Museumsdirektorinnen. Sie hat zu Beginn ihrer beruflichen Karriere als Journalistin gearbeitet. Mitte der 2000er-Jahre wechselt Fanni Fetzer schliesslich in die Museumswelt. Seit 2011 leitet sie das Kunstmuseum Luzern. Die 45-Jährige ist ein totaler Augenmensch. Für sie hat jedes Bild eine Metaebene, sprich transportiert eine Aussage, die auf den ersten Blick nicht zu sehen ist.

  • Aargauer Kunsthaus – Madeleine Schuppli

    Schon seit zwölf Jahren leitet Madeleine Schuppli (54) das Aargauer Kunsthaus, ein Museum mit einer der bedeutendsten Sammlungen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Die gebürtige Zürcherin lebt für ihren Beruf. Sie pflegt enge Freundschaften mit Künstlern und besucht auch gerne in ihrer Freizeit Museen. Eine Work-Life-Balance im klassischen Sinn hat sie nicht. Bei ihr verschwimmen die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem.

  • Musée d'art et histoire – Verena Villiger

    Die 62-Jährige leitet seit 2009 das «Musée d'art et histoire» in Freiburg. Ende Jahr tritt sie als Direktorin zurück und geht in Pension. Damit geht ihre fast 30-jährige Museumskarriere zu Ende. Sie wird den täglichen Austausch mit ihren Mitarbeitenden vermissen, aber die Problemen drumherum – wie das Kämpfen für neue Gelder – so gar nicht. Die gebürtige Zürcherin will aber auf jeden Fall auch danach noch künstlerisch tätig sein. Inwiefern, entscheidet sie erst im neuen Jahr.

  • Mann am Gucken
    Legende: Dr. Tobia Bezzola SRF

    Museo d'arte della Svizzera italiana – Dr. Tobia Bezzola

    Er ist der Philosoph unter den Schweizer Museumsdirektorinnen und -direktoren. Tobia Bezzola (58) hat in diesem Fach promoviert und erst danach den musealen Weg eingeschlagen. Nach Jahren als freier Kurator am Kunsthaus Zürich leitet der Berner von 2013 bis 2018 das Museum Folkwang in Essen. Danach wird er Direktor in Lugano. Sein Führungsstil ist gewöhnungsbedürftig für die Tessiner: weniger Italianità, mehr Autorität.

  • Lionel Bovier
    Legende: Lionel Bovier SRF

    Museum für moderne und zeitgenössische Kunst Genf – Lionel Bovier

    Seit drei Jahren ist Lionel Bovier Direktor des Mamco – das Musée d’art moderne et contemporain in Genf. Was Lionel Bovier besonders wichtig ist: Das Mamco stellt nicht nur Kunst aus. Es ist selber ein Kunstobjekt. Die Hallen, Mauern und Gänge des Industriegebäudes sind gespickt von zahlreichen kleineren und grösseren Kunstwerken. So wird beispielsweise bereits der Gang in die Besuchergarderoben zum Kunsterlebnis.

  • Jean-Yves Marin
    Legende: Jean-Yves Marin SRF

    Musée d’art et d’histoire – Jean-Yves Marin

    Das «Musée d’art et d’histoire» (MAH) ist das imposanteste öffentliche Gebäude in Genf. Und mit 7000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist es eines der grössten Museen der Schweiz. Es ist nicht nur ein Museum für Kunst, sondern auch für Geschichte. Das lässt das Herz von Jean-Yves Marin, ursprünglich Archäologe, höher schlagen. Doch bald ist auch seine Zeit hier Geschichte: Nach zehn Jahren als Direktor geht Marin Ende Oktober in Pension. Seiner Leidenschaft für Museen wird er aber auch dann noch nachgehen.