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Schweizer Erfinder Wär häts erfundä?

Sie sind die Daniel oder Daniela Düsentriebs unserer Zeit. Sie erfinden am laufenden Band. Oft nützliche Sachen. Oft Sachen, die das Leben einfacher machen. In unserer sechsteiligen Serie stellen wir Ihnen Schweizer Erfinder oder Erfinderinnen vor, deren Einfälle für eine Revolution gesorgt haben.

Legende: Video Lea von Bidder abspielen. Laufzeit 03:17 Minuten.
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 20.07.2018.

  • Ursula Keller: Erfinderin des ultraschnellen Puls-Lasers

    Sie ist Professorin an der ETH Zürich. Sie ist Physikerin aus Leidenschaft. Und sie hat Anfang der 1990er-Jahre den ultraschnellen Pulslaser erfunden. Dafür wird Ursula Keller kürzlich mit dem Europäischen Erfinderpreis geehrt. Mit ihren 58 Jahren graut es der Zugerin schon jetzt vor der Pension. Am liebsten würde die Mutter zweier Söhne so lange forschen und neue Sachen entdecken, wie es nur geht.

  • Elmar Mock: Erfinder der Swatch-Plastikarmbanduhr

    1983 erfindet der Ingenieur mit Jacques Müller die erste Vollplastikuhr von Swatch. Die brachliegende Uhrenindustrie wird dadurch zu neuem Leben erweckt. Elmar Mock (64) verlässt kurz darauf Swatch und gründet seine eigene Firma. Ein Beratungsunternehmen, das heute innovative Entwicklungen am laufenden Band produziert. Und mit seiner Firma kann der Romand seine Erfinder-Passion bis heute ausleben. Sein Erfolgsgeheimnis, er macht seine Mitarbeiter immer zu Miteigentümern.

  • Philippe-Guy Woog: Erfinder der elektrischen Zahnbürste

    Zähne putzen tut fast jeder. Und heutzutage putzen sich viele Menschen die Zähne mit der elektrischen Zahnbürste. Diese erfindet der Biologe Philippe-Guy Woog 1954. Grund: Der heute 85-Jährige leidet damals unter Parodontitis und will diese damit in den Griff bekommen. Mit Erfolg. Inzwischen steht sie in Millionen Haushalten im Badezimmer. Heute lebt der Witwer in einer Villa am Genfersee – umgeben von zahlreichen Kunstobjekten.

  • Eric Favre: Erfinder der Kaffee-Kapsel

    «Nespresso. What else?» Nicht George Clooney ist der Erfinder der Kaffekapsel, sondern der Romand Eric Favre. Dieser entwickelt sie 1975 bei seinem damaligen Arbeitgeber Nestlé. Weil aber der Multikonzern damals auf Fertigkaffee setzt, bleibt der Erfolg lange aus. Erst als der Aerodynamik-Ingenieur schon längst nicht mehr dort arbeitet, wird es ein Kassenschlager. Favre (70) sieht aber kein Geld dafür. Er setzt weiter auf die Kapselkarte, produziert in seinem eigenen Unternehmen Kaffekapseln – einfach unter anderem Namen. Heute lebt er in Saint-Barthélemy mit seiner Frau, gleich neben seinem früheren Firmenstandort.

  • Martin Schadt: Erfinder der LCD-Technologie

    Lebendige Farben und gestochen scharfe Bilder. Auf beispielsweise Flachbildschirm, Handy, oder Uhr. Die Liste der Dinge, die heutzutage eine LCD-Anzeige haben, lässt sich unendlich weiterführen. Erfunden hat die sogenannte Flüssigkristall-Anzeige 1969 der Experimentalphysiker Martin Schadt. Seitdem sind fast 50 Jahre vergangen. Inzwischen ist der Baselbieter Inhaber von über 100 Patenten auf dem Gebiet der Flüssigkristalle. Immer noch arbeitet der 79-Jährige als Berater für verschiedene Firmen im Ausland. Reich ist er aber dadurch nicht.

  • Lea von Bidder: Erfinderin des Fruchtbarkeits-Armbands

    Die Zürcherin Lea von Bidder (29) ist Mitgründerin des Start-up-Unternehmens AVA. Dieses hat ein Armband entwickelt, das während dem Schlaf neun verschiedene Körperparameter misst und dann an ein Smartphone übermittelt. Die zugehörige App zeigt die fruchtbaren Tage der Frau an. Kürzlich ist sie vom US-Wirtschaftsmagazin Forbes zu den 30 wichtigsten Jung-Unternehmern im Bereich Gesundheit ernannt worden. Mehrheitlich lebt die Ökonomin jetzt im Sillicon Valley. Treibt dort das 2014 gegründete Start-up-Unternehmen voran. Weit weg von Familie und Freunden.