Klangzauber aller Art

In seinem letzten Bühnenwerk «Parsifal» spielt Richard Wagner nochmals mit allen Tricks seiner Klangkunst. Nicht nur im «Karfreitagszauber», sondern auch in manchen anderen Passagen.

Diese hat nun Dirigent James Gaffigan zu einer Orchestersuite zusammengestellt. Sie steht im Konzert neben einem Werk von Claude Debussy; er zeigte sich anfänglich von Wagner beeinflusst, ging dann aber seine eigenen Wege. So auch mit den neuartigen Klängen des «Prélude à laprès-midi dun faune» und in seiner raffinierten Instrumentation zweier «Gymnopédies» von Erik Satie.

Der erste Konzertteil bringt aber als Uraufführung vor allem ein neues Werk des Westschweizers Michael Jarrell. Dass es auch in diesem Werk («Spuren») um besondere Klangkonstellationen geht, deutet schon die spezielle Besetzung mit Orchester und Streichquartett an. 

Erik Satie: Gymnopédies Nr. 1 und Nr. 3
Michael Jarrell: «Spuren» für Streichquartett und Orchester (Oeuvre Suisse #11, Uraufführung)
Claude Debussy: Prélude à lAprès-midi dun faune
Richard Wagner: Orchestersuite und «Karfreitagszauber» aus dem Bühnenweihfestspiel «Parsifal»

Luzerner Sinfonieorchester
James Gaffigan, Leitung
Arditti Quartet

Konzert vom 2. April 2015, KKL Luzern

Redaktion: Andreas Müller Crepon