Luzerner Sinfonieorchester: Ein Engel in Flammen, und ein Requiem

Alljährlich erinnert in der koreanischen Stadt Tongyeong ein Musikfestival an den Komponisten Isang Yun. 

Symbol auf Grün
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Für 2019 hat das Luzerner Sinfonieorchester für seine Ostasien-Tournee eines der grossen Werke des koreanischen Meisters der Moderne einstudiert, zusammen mit den Frauenstimmen der Zürcher Singakademie und der Sopranistin Yeree Suh.

Das Memento für Orchester erinnert mit starken Kontrasten und einer hoch expressiven Tonspache an die jungen Menschen, die sich im Zusammenhang mit koranischen Studentenprotesten in öffentlicher Selbstverbrennung selbst töteten. Ein ruhiger und in schwebenden Klängen für Frauenstimmen gehaltener Epilog beendet das Stück. Es ist das letzte Orchesterwerk von Isang Yun, somit auch sein eigenes Requiem.

Als Gegenstück zu Isang Yun führen die Luzerner mit Gastdirigent Michael Sanderling ein Monument der Romantik auf. «Ein deutsches Requiem» markierte 1867 den Durchbruch des damals 34-jährigen Johannes Brahms. Es wurde zu einem seiner populärsten Werke.

Isang Yun: Engel in Flammen. Memento für Orchester
Johannes Brahms: Ein Deutsches Requiem

Luzerner Sinfonieorchester
Michael Sanderling, Leitung
Yeree Suh, Sopran
Roman Trekel, Bariton
Zürcher Singakademie

Konzert vom 20. März 2019, KKL Luzern

Das Konzert steht bis sieben Tage nach Sendedatum zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Patricia Moreno