Äpfel: Produzenten kämpfen gegen tiefe Preise

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  • Äpfel: Produzenten kämpfen gegen tiefe Preise

    Die Schweizer Apfelproduzenten wollen den Preis für die beliebteste Schweizer Frucht wieder in die Höhe treiben. Ihr Verband empfiehlt, die Apfelkulturen um 8 Prozent zu reduzieren.

    «Der Apfelpreis ist auf ein Niveau gesunken, auf dem viele Produzenten ihre Kosten nicht mehr decken können», sagt der Direktor des Schweizerischen Obstverbandes, Bruno Pezzatti. Um die Preise wieder anzuheben, soll die Anbaufläche von 4000 auf 3700 Hektaren reduziert werden.

    Die Apfelproduzenten seien Opfer ihres eigenen Erfolges, erklärt Bruno Pezzatti im Gespräch mit dem Konsummagazin «Espresso». In den letzten 10 Jahren hätten sie die Anbaufläche nämlich bereits reduziert, gleichzeitig aber die Produktivität so stark erhöht, dass es immer noch zu viele Schweizer Tafeläpfel gebe.

    Martina Schnyder

  • Swisscom-Flatrate: Geschwindigkeit kostet

    Mit dem Handy im Internet Daten abrufen, ohne sich um die Kosten zu kümmern: Das verspricht das neue Infinity-Mobil-Abonnement der Swisscom. Und die Flatrate gilt auch für SMS und Telefongespräche. Ein Angebot mit Tücken. 

    Es ist die Umkehr des bisherigen Prinzips: Beim gewöhnlichen Mobil-Abonnement surfen alle Kunden mit derselben Geschwindigkeit im Internet, doch wer mehr Daten herunterlädt, der zahlt auch mehr. Bei den Infinity-Abonnementen spielt die Datenmenge keine Rolle mehr. Aber wer schnell surfen will, muss tiefer in die Tasche greifen.

    Am günstigsten ist dabei «Infinity XS»: Für 59 Franken im Monat kann man nach Belieben telefonieren und unlimitiert SMS und MMS verschicken. Auch Daten aus dem Internet lassen sich in beliebiger Mengen aufs Handy laden, jedoch bloss mit einer Geschwindigkeit von 200 Kilobit in der Sekunde. Das reicht gerade einmal, eine E-Mail abzurufen. Hat die E-Mail dazu noch ein Handy-Bild im Anhang, kann das Herunterladen eine halbe Minute oder länger dauern.

    Jürg Tschirren

  • Internet ist keine rechtsfreie Zone

    «Espresso»-Hörerin Verena Meyer aus Grosshöchstetten (BE) hat mit ihrer Tochter einen Jahrmarkt besucht. Ein ihr unbekannter Mann hat die beiden ohne zu Fragen fotografiert. Die Fotos sind nun auf einer lokalen Webseite aufgetaucht, ohne dass Verena Meyer ihr Einverständnis gegeben hätte.

    Das geht so nicht, erklärt Rechtsexpertin Doris Slongo. Niemand darf ein Foto veröffentlichen, wenn die darauf abgebildete Person nicht damit einverstanden ist. Wenn die Betreiber der Internetseite die Bilder des Markts trotzdem veröffentlichen wollen, müssen sie die Personen technisch unkenntlich machen.

    Matthias Schmid