Bergunfälle: Wer bezahlt die Rettungskosten?

Der Sommer lockt zu Freizeitabenteuern wie Mountainbiken oder Riverraften. Wer aber bezahlt, wenn jemand bei einer Risikosportart verunfallt? Und wer bezahlt, wenn ein Wanderer sich verirrt, aber nicht verletzt?

 


Die Reaktionen aus der «Epresso»-Hörerschaft könnten kaum unterschiedlicher sein. Die einen stören sich am Eingreifen des Staats. Andere halten Shopping rund um die Uhr für unnötig. Das Bundesgericht hatte zuvor entschieden, dass sieben Tankstellenshops im Kanton Zürich in den Nachtstunden gewisse Produkte nicht mehr verkaufen dürfen.

 

Gasflaschen: Auch ohne Depotkarte ist das Geld nicht verloren

Das Depot auf Gasflaschen ist teurer als das Gas. Wer das Geld wieder bekommen will, muss beim Zurückgeben der Gasflasche eine Depotkarte vorweisen. Wer keine hat, der kann in den meisten Fällen auf die Kulanz der Anbieter zählen.

Beiträge

  • Wer bezahlt bei Bergunfällen?

    Klar ist: Jeder wird gerettet, egal unter welchen Umständen er verunfallt. Bei Gönnern übernimmt die Rega die Rettungskosten, bei den anderen die Unfallversicherung. Mit Einbussen bei Folgeleistungen muss rechnen, wer beim Ausüben einer Risikosportart verunfallt.


    Zu sogenannt «absoluten Wagnissen» gehören z.B. Downhill Mountainbiken oder Motocross fahren. Wer bei solchen Sportarten verunfallt, muss mit bis zu 50% Leistungskürzung bei Lohnausfall oder der Invalidenrente rechnen.

    Grundsätzlich nicht dazu gehören Bergsteigen oder Wandern. Lässt sich aber eine mangelhafte Ausrüstung feststellen, kann auch dies zu Abzügen führen. Gedeckt sind die Rettungs-, und Heilungskosten.

  • Gasflaschen: Auch ohne Depotkarte ist das Geld nicht verloren

    Bei Gasflaschen ist das Depot teurer als das Gas. Wer das Depot zurückfordern will, sollte beim Zurückgeben der Flasche eine entsprechende Depotkarte vorweisen können. Mit diesen Karten soll der Gasflaschendiebstahl unterbunden werden.

    Alle Schweizer Anbieter von Gasflaschen verkaufen ihre Produkte seit einigen Jahren nur noch mit Depotkarten. Diese werden mit der Flasche abggeben und haben einen Wert zwischen 55 und 90 Franken. Wer die Flasche zurückbringt, muss die Karte vorweisen um das Geld wieder ausbezahlt zu bekommen.

    Wer die Depotkarte verloren hat oder beim Kauf gar keine erhalten hat, der muss das Depot aber nicht zwingend abschreiben. Viele Anbieter zeigen sich kulant.

    Matthias Schmid

  • Umstrittener Entscheid gegen Tankstellenshops

    Ist es nötig, rund um die Uhr einkaufen zu können? Diese Frage spaltet die «Espresso»-Hörerschaft. 24h-Shops seien nötig, finden die einen. Der Staat habe kein Recht die Bedürfnisse der Konsumenten zu beschneiden. Anderen sind die Bedürfnisse des Verkaufspersonals wichtiger.

    Sie befürworten den Entscheid.

    In seinem Urteil hatte das Bundesgericht zuvor entschieden, dass sieben Tankstellenshops im Kanton Zürich in den Nachtstunden ihr Produktesortiment einschränken müssen.

    Edith Gillmann