Betreibungsregister: Auszug sagt wenig aus!

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  • Betreibungsregister: Auszug sagt wenig aus!

    «Schicken Sie mir einen Auszug aus dem Betreibungsregister!» Diesen Satz hört, wer eine Wohnung sucht, ein Auto leasen oder einen Kredit aufnehmen will. Vermieter, Autohändler oder Bank wollen so erfahren, ob jemand auf einem Schuldenberg sitzt oder Rechnungen nicht bezahlt.

    Viele Auszüge sind jedoch verfälscht, sagt Stefan Broger, der oberste Schweizer Betreibungsbeamte.

    Ausser über ein Gerichtsverfahren wird ein Eintrag ins Betreibungsregister nur auf Antrag des Gläubigers gelöscht. Einige Gläubiger lassen sich dafür bezahlen. Andere Gläubiger lassen beglichene Betreibungen automatisch löschen. Dies auch, wenn beispielsweise die Wohngemeinde und nicht der Schuldner selbst die ausstehenden Krankenkassenprämien bezahlt hat. Ein beliebter Trick ist auch, sich den Auszug in einer anderen Gemeinde zu besorgen.

    Oliver Fueter

  • Der schlechte Ruf der Taxifahrer

    Schweizer Taxifahrer fahren Umwege, übersehen Rotlichter und können keine Quittungen ausstellen. Dies das vernichtende Urteil einer europäischen Studie. Felix Engelhard vom Dachverband «Taxi Suisse» nimmt zu den Vorwürfen Stellung.

    «Solche Studien muss man immer mit Vorsicht geniessen», sagt Felix Engelhard. So transportiere man in Zürich rund fünf Millionen Gäste jährlich. Von diesen fünf Millionen Fahrten nur deren zehn zu testen, sei nur wenig aussagekräftig.

    Trotzdem gäbe es Dinge, die nicht schönzureden seien, so Engelhard. «Ich ärgere mich auch, wenn ich Chauffeure sehe, die während der Fahrt ohne Freisprechanlage telefonieren.» Ein Weg, eine Verbesserung zu erreichen, sei die Selbstkontrolle des Gewerbes. Dies versucht man zum Beispiel in Zürich auf dem politischen Weg zu erreichen. Heute ist für die Kontrolle aller Taxis die Polizei zuständig. Diese wird aber nur aktiv, wenn eine Verzeigung vorliegt.

    Simon Thiriet

  • Konsumnachrichten

    Migros zieht Bilanz nach einem Monat Self-Scanning / Deutlich mehr Meldungen bei der WEKO / Erste Bilanz zu Miet-Mediationen / Rückruf von IKEA-Spielzelt

    Seit einem Monat können auch Migros-Kunden ihre Waren versuchsweise selber einscannen. Die Migros zieht trotz technischer Probleme auf Anfrage von «Espresso» eine positive Bilanz und verweist auf mehrheitlich zufriedene Kunden.

    Bei der Wettbewerbskommission sind seit Mitte Juli 270 Meldungen eingegangen. Dies vor allem wegen der Frankenstärke und weil Meldungen einfacher gemacht werden können.

    In Mietstreitigkeiten kann seit Anfange Jahr ein neues aussergerichtliches Instrument angewendet werden. Im ersten Halbjahr 2011 wurden 57 Mediationen durchgeführt. Es gab deutlich mehr Schlichtungsverfahren: Gut 14'000.

    Matthias Schmid