Cassis-de-Dijon: Branche plant ein «Qualitäts-Label»

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  • Cassis-de-Dijon: Branche plant ein «Qualitäts-Label»

    Mit dem Cassis-de-Dijon-Prinzip dürfen Lebensmittel, die in der EU bereits zugelassen sind, auch in der Schweiz verkauft werden. Dies, auch wenn sie die Schweizer Qualitätsvorgaben unterschreiten.

    Um inländische Hersteller zu schützen, hat die Schweizer Lebensmittel-Lobby eine Sonderregelung durchgesetzt: Sobald das Bundesamt für Gesundheit BAG ein Cassis-de-Dijon Produkt genehmigt hat, dürfen Schweizer Hersteller bei diesem Produkt das hiesige Lebensmittelrecht ebenfalls missachten.

    Bei rund 1/3 der vom BAG bewilligten Produkte werde diese Sonderregelung bereits genutzt, so die Schätzung der Föderation der Nahrungsmittel-Industrien FIAL. Dass mit dem Cassis de Dijon Prinzip die Schweizer Gesetze ausgehebelt werden und der Konsument im Regal quasi nicht mehr zwischen Schweizer Qualität und EU-Qualität unterscheiden kann, sei «nicht unproblematisch», heisst es beim BAG auf Anfrage. Genau aus diesem Grund arbeitet die Lebensmittel-Branche derzeit an einem neuen «Qualitäts-Label» für Schweizer Produkte, wie Recherchen von «Espresso» zeigen.

    Yvonne Hafner

  • Druckfehler im Katalog: Welcher Preis gilt?

    «Espresso»-Hörerin Liselotte Maag wollte bei einem Versandhaus einen Mantel bestellen, den sie in einem Katalog entdeckt hatte. Das Versandhaus erklärte ihr daraufhin, der Mantel sei deutlich teurer als angegeben, es handle sich um einen Druckfehler im Katalog.

    Laut DRS-Rechtsexpertin Doris Slongo hat Frau Maag keinen Anspruch darauf, den Mantel zum tieferen Preis zu kaufen.

    Preise in Katalogen sind für den Verkäufer nicht verbindlich. Dies im Gegensatz zu Preisen, die im Laden beim oder auf dem Produkt angegeben sind. Dies gilt dort nur dann nicht, wenn es sich um einen offensichtlichen Fehler handelt.

    Matthias Schmid

  • 20 Jahre «Espresso»-Meilensteine: Carving Ski

    Seine Erfindung hat der Carving-Ski dem Snowboard zu verdanken. Weil Anfangs 90er Jahre Scharen von Skifahrern ihre zwei Bretter gegen das eine tauschten, musste eine modernere Alternative zu den alten Skiern her.

    Obwohl der Carving-Ski zu Beginn belächelt wurde, wurde er zur Erfolgsgeschichte. Das kürzere und taillierte Modell hat jedoch nicht nur das Skifahren wieder in Mode gebracht, sondern auch die Fahrweise verändert. Stürze seien heute oft weniger schwer, sagen Experten. Der Nachteil ist jedoch, dass sich Anfänger aufgrund der guten Wendigkeit schnell überschätzen und es dadurch zu Unfällen auf der Piste kommt.

    Edith Gillmann