Das «Lädeli» ist kein Auslaufmodell

In der Schweiz gibt es derzeit rund 1'200 Kleinläden - rund ein Drittel weniger als noch vor 10 Jahren. Mit der richtigen Strategie haben diese jedoch durchaus Chancen zu überleben.


Berufsporträt: Augenoptiker
Urs Röthlisberger ist seit 20 Jahren Augenoptiker. Er ist mehr ein Berater als ein Handwerker. Der Beruf ist sehr im Wandel.

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  • Das «Lädeli» ist kein Auslaufmodell

    Das «Lädeli-Sterben» schreitet ungebremst voran. In der Schweiz gibt es ein Drittel weniger Kleinläden als noch vor 10 Jahren. Beispiele zeigen jedoch: Bei richtiger Strategie haben «Tante-Emma-Läden» durchaus Überlebenschancen.

    In der Zürcher Gemeinde Rudolfingen etwa versucht ein Dorfladen-Verein mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen die Kundschaft emotional an den gefährdeten Kleinladen zu binden. Im bernischen Stettlen haben mehrere Kleinläden einen gemeinsamen Online-Shop gegründet. Die Kundschaft wird dort nun auch im Dorf via Internet bedient.

    Ein Bäcker aus Thalwil erklärt, wie er den veränderten Kauf- und Essgewohnheiten seiner Kundschaft Rechnung trägt - und sich so im Verdrängungskampf mit Grossverteilern nach wie vor behauptet.

  • Berufsporträt: Augenoptiker

    Jahrein, jahraus schaut Urs Röthlisberger, 38, seiner Kundschaft tief in die Augen. Er sitzt seinem Gegenüber ganz nah, getrennt durch ein Mikroskop.

    Er misst als diplomierter Augenoptiker Sehkraft und Hornhaut, bestimmt die Tränenflüssigkeit - und später serviert er auf einem Tablett Brillengestelle, die ins Gesicht passen.

    Der Beruf hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt: Früher hat er noch die einfachen Gläser geschliffen und Brillen gelötet. Heute, durch die Vielfalt verschiedenster Gläser, ist das reine Handwerk weniger gefragt als das Geschick, Kundinnen und Kunden zu beraten.